Tiroler Christophorus-Hubschrauber flogen im Vorjahr 2.682 Einsätze
Mitte September 2021 flog der in Osttirol stationierte Christophorus 7 den 400.000sten Einsatz für die ÖAMTC-Flugrettung.
Ob Verkehrsunfall, Herzversagen oder Corona-NotfallpatientIn – die Crews der ÖAMTC-Flugrettung sorgen dafür, dass PatientInnen auf dem schnellsten Wege versorgt werden. In Tirol wurden Christophorus 1, Christophorus 4, Christophorus 5 und Christophorus 7 im Jahr 2021 insgesamt 2.682 Mal alarmiert. „Diese Einsatzdichte ist nur dank der hohen Professionalität und des großen Engagements der Crews möglich“, zollt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, den MitarbeiterInnen Respekt.
Bei 2.224 so genannten Primäreinsätzen brachten Christophorus 1, 4, 5 und 7 Notärztin oder Notarzt sowie einen Flugretter zur schnellen Hilfe direkt an den Notfallort. Am häufigsten (39 Prozent der Einsätze) wurden die Hubschrauber zu internistischen und neurologischen Notfällen gerufen, gefolgt von Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Bereich (30 Prozent). Unfälle in der Arbeit, im Haushalt, in der Schule oder in der Freizeit waren bei rund 370 Einsätzen (14 Prozent) der Grund für die Alarmierung des Hubschraubers. Verkehrsunfälle wiederum machten nur knapp vier Prozent der Einsätze aus.
264 Personen mussten zum Teil unter schwierigsten Bedingungen mittels Taubergung aus unwegsamem Gelände geborgen werden. Hinzu kommen 331 Sekundäreinsätze. Dabei handelt es sich um äußerst dringende Verlegungsflüge von Krankenhaus zu Krankenhaus, um PatientInnen eine spezielle Versorgung zu ermöglichen.
Insgesamt hat die Einsatztätigkeit der ÖAMTC-Notarzthubschrauber 2021 wieder zugenommen. Im gesamten Bundesgebiet flogen die 17 Hubschrauber des ÖAMTC 19.253 Einsätze. Das sind elf Prozent mehr als im Jahr 2020.
Christophorus 7 aus Nikolsdorf fliegt 400.000sten Einsatz der ÖAMTC-Flugrettung
Seit 38 Jahren ist die Christophorus-Flotte ein unverzichtbarer Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung in Österreich. Mitte September erreichte die ÖAMTC-Flugrettung einen besonderen Meilenstein, denn sie wurde zum 400.000sten Einsatz seit 1983 alarmiert. Der in Osttirol stationierte Christophorus 7 wurde zu einem allergischen Schock ins benachbarte Kärnten entsandt.
„Diese 400.000 geflogenen Einsätze sind eindrucksvoller Beweis für den Stellenwert der Flugrettung in einem modernen Notarztsystem. Durch Innovationsgeist und unermüdlichen Einsatz haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur unzählige Menschenleben gerettet, sondern auch ein Aushängeschild im Bereich der internationalen Flugrettung geschaffen”, betont Reinhard Kraxner.
Text: Redaktion, Foto: ÖAMTC