Gute Wasserqualität: Tirols Badegewässer trotzen der Sommerhitze
Der vierte Untersuchungsdurchgang von Anfang August zeigt eine insgesamt gute Wasserqualität und die Auswirkungen der Hitze. 30 von 35 Tiroler Badegewässern wurden mit „ausgezeichnet“ bewertet.
Heiße Sommertage machen Tirols Badeseen derzeit zu beliebten Orten für eine Abkühlung. Gleichzeitig stellt der Sommer mit hohen Temperaturen und teils heftigen Unwettern auch die heimischen Gewässer vor Herausforderungen. Vom 3. bis 7. August wurde der vierte von insgesamt fünf Untersuchungsdurchgängen der Tiroler Badegewässer durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die besonderen Witterungsbedingungen zwar auf einzelne Messwerte auswirken, die Wasserqualität der 35 überwachten Badegewässer insgesamt aber weiterhin gut ist.
30 Badegewässer mit „ausgezeichnet“ bewertet
Von den 35 überprüften Badestellen wurden beim vierten Untersuchungsdurchgang 30 mit „ausgezeichnet“ und fünf mit „gut“ bewertet. Gleichzeitig zeigen sich die besonderen Bedingungen dieses Sommers auch an den Badegewässern: Die anhaltend hohen Temperaturen führen vielerorts zu niedrigeren Wasserständen und höheren Wassertemperaturen. Auch die Unwetterereignisse der vergangenen Wochen können sich auf einzelne Messwerte auswirken. Diese veränderten Rahmenbedingungen tragen dazu bei, dass das Ergebnisbild im vierten Untersuchungsdurchgang im Vergleich zu den Messungen zu Beginn der Badesaison etwas differenzierter ausfällt.
„Kleinere, flachere und stärker erwärmte Gewässer reagieren schneller auf längere Hitzeperioden als große, tiefe Seen. Aufgrund des geringeren Wasservolumens kann sich das Wasser rascher erwärmen. Wie empfindlich ein einzelner See tatsächlich reagiert, hängt aber von mehreren Faktoren ab – etwa Tiefe, Wasseraustausch, Zuflüsse, Beschattung, Nährstoffsituation und Nutzung“, erklärt Andreas Murrer, Fachbereichsleiter der Gewässerökologie des Landes Tirol.
Die Untersuchungen der Badegewässer zeigen, dass sich Gewässer im Verlauf der Badesaison verändern und sich einzelne Messwerte auch wieder verbessern können. Beim Natterer See wurde etwa bei der aktuellen Untersuchung mit der Secchi-Scheibe eine Sichttiefe von mehr als zwei Metern gemessen. Beim dritten Untersuchungsdurchgang lag diese noch bei einem Meter. Die konkreten Veränderungen sind von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich und lassen sich unter anderem auf die anhaltende Hitze und die Trockenperiode zurückführen. Die detaillierten Ergebnisse aller 35 Badegewässer sind unter www.tirol.gv.at/badegewaesser abrufbar.
Text: Redaktion, Foto: TVB Osttirol/Elias Bachmann
