Töchter von „Mister Olala“ führen Festival in Lienz bunt und abwechslungsreich fort

Eine besondere Challenge haben Elisa und Theresa, die Töchter des im Vorjahr verstorbenen Hans Mutschlechner, hinter sich. Für das 34. Olala Straßentheater- und Zirkusfestival organisierten sie ein außergewöhnlich vielfältiges Programm.

Olala ist zurück – und das ist dieses Jahr keinesfalls selbstverständlich. „Als unser Papa in den Morgenstunden des 22. Juli 2024, am ersten Festivaltag, plötzlich verstarb, war das nicht nur für unsere Familie eine Tragödie. Er hat hart gearbeitet, um wieder ein attraktives Programm zusammenzustellen – Olala war das Leben unseres Papas. Wir wollen sein Lebenswerk weiterführen – für uns ist Olala auch eine Art Trauerbewältigung“, erklärte Theresa Mutschlechner bei einem Medientermin im Tourismushaus Lienz.

 

Elisa und Theresa Mutschlechner haben mit viel Engagement und Kreativität ein buntes Programm für das diesjährige Olala organisiert und wollen so das außergewöhnliche Lebenswerk ihres verstorbenen Vaters weiterführen.

 

Theresa arbeitet als Lehrerin an einer BHS in Landeck, ihre Schwester Theresa als Eventmanagerin in Salzburg. „Wir arbeiten beide Vollzeit auswärts. Deswegen sind wir froh, dass wir auf die Unterstützung unseres bewährten Teams in Lienz zählen können. Ein Programm kann nicht innerhalb von zwölf Monaten auf die Beine gestellt werden. Unser Papa hat jahrelang Kontakte geknüpft, und wir konnten auch viele Ideen von Mister Olala in das diesjährige Programm einbauen. Ende des Jahres ist das Programm gestanden“, freut sich Elisa.

 

Die gefeierte kanadische „Flip Fabrique“ nimmt das Publikum mit auf eine Reise, die faszinierend und gleichzeitig lustig ist.

 

32 Gruppen aus 18 Ländern werden in Lienz vom 22. bis 26. Juli wieder für ein buntes Bild sorgen – „Abwechslung“ lautet das Thema des diesjährigen Festivals. Die Innenstadt mit Hauptplatz und Johannesplatz, das Zirkusareal bei der Tennishalle und der Iselkai sind heuer die Schauplätze von Olala. „Wir wollen das Festival in diesem Jahr bewusst stärker in das Stadtzentrum ziehen. Es gibt diesmal keine zentrale Bühne, sondern die Gruppen werden dezentral am Hauptplatz und am Johannesplatz zu sehen sein. Am Iselkai laden z.B. Jen & Jan Co. in einem Mini-Relaxerette zu einer entspannten Reise ein – eine Mischung aus Ruhe und Bewegung in Hängematten“, informierte Elisa.

 

Bei der Festivaleröffnung am 22. Juli ziehen Ballons die Pianistin in drei Meter Höhe hinauf, und so ist sie vom gesamten Hauptplatz aus sichtbar.

 

Olala 2024 wird genau am Todestag von Hans Mutschlechner, am Dienstag, 22. Juli, eröffnet. Sein Lebenswerk wird am Eröffnungstag durch die poetische Show „Flying Piano” der italienischen „Cardinal Group” auf besondere Weise gewürdigt. „Es wird sicher ein besonders magischer Moment, wenn die Pianistin mit den Ballons quasi in den Himmel entschwebt – begleitet von sanften Klängen und außergewöhnlichen Lichteffekten“, meint Elisa.

 

Die einzigartige Metallstruktur „Silo“ mit einem Durchmesser von neun Metern und einer Höhe von zwölf Metern lässt das Publikum auf vier Etagen Platz nehmen. „L’Absolu“ ist kein herkömmlicher Zirkus, sondern ein Experiment, das tiefgründige, oft düstere Themen behandelt.

 

Ein Highlight des diesjährigen Olala wird sicher auch der metaphysische Zirkus „L’Absolu“ der französischen Künstler „Les Choses de Rien“. Die Show, für die eigens eine beeindruckende Metallstruktur geschaffen wurde, hinterfragt existenzielle Themen und führt das Publikum von der Realität in die Imagination. Nicht fehlen dürfen auch beim 34. Straßentheaterfestival Olala Walking Acts, und die Straßenbands „Rusty Brass“ sowie das „Ochestre International du Vetex“ werden für besondere musikalische Momente sorgen.

 

Das „Teatro Pavana“ präsentiert in „Night Colors“ in den Farben der Nacht seine wunderschönen Kostüme, die mit 170 Metern langen Lichterketten dekoriert sind.

 

Am Samstagabend laden die Night Colors“ am Iselkai zum Träumen ein. Chris Stark aus Deutschland, einer der größten Zauberkünstler der Welt, wird beim diesjährigen Festival genauso zu bestaunen sein, wie die Jonglage-Weltmeister „Jonglissimo“ aus Österreich. Mit „Lightpainting“ und „Galactica“ wird die Gruppe zwei außergewöhnliche High-Tech-Shows präsentieren, die Licht, Bewegung und Technologie miteinander verbinden.

Alle Infos und Programmheft: www.olala.at

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Olala, Osttirol heute/Mühlburger, Stephane Bourgeois, D. Matvejevas

07. Juli 2025 um