Starker Rückhalt: Österreichischer Alpenverein zählt über 726.000 Mitglieder
Über 16.000 Menschen mehr als vor einem Jahr gehören dem Österreichischen Alpenverein an. Die mitgliederstärksten Bundesländer sind Wien, Tirol und Oberösterreich. Rund 25.000 Ehrenamtliche sind für den Alpenverein im Einsatz.
Die aktuelle Mitgliederstatistik des Österreichischen Alpenvereins zeigt, dass sich immer mehr Menschen für die Berge begeistern. 726.284 Mitglieder zählt der größte alpine Verein Österreichs mit Stichtag 31. Dezember 2024 – das sind über 16.000 Menschen mehr als im Vorjahr.
„Ohne den Einsatz von 25.000 Ehrenamtlichen, die jedes Jahr rund 1,5 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten, wären das Gemeinschaftsleben und der Zusammenhalt im Verein undenkbar. Der Mitgliederzuwachs zeigt, dass einem großen Teil der Gesellschaft das Engagement des Alpenvereins wichtig ist – im Bereich Bergsport mitsamt den Hütten und Wegen, als eine der bedeutendsten Organisationen im alpinen Natur- und Umweltschutz, als mitgliederstärkste Jugendorganisation des Landes und im Kulturbereich“, betont Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl.
Die meisten Mitglieder in Wien und Tirol
Der Österreichische Alpenverein gliedert sich in 194 Sektionen – mit Lienz, Matrei in Osttirol, Sillian und Defereggental befinden sich vier davon in Osttirol. Mit 228.128 Personen zählen die Wiener Sektionen die meisten Mitglieder. An zweiter Stelle steht Tirol mit 108.784 Mitgliedern, gefolgt von Oberösterreich mit 85.237 Mitgliedern. Als Gründe für den Vereinsbeitritt werden von den Mitgliedern die Ermäßigungen auf Alpenvereinshütten und in Kletterhallen, das Versicherungsangebot sowie die Veranstaltungen und Tourenangebote häufig genannt, heißt es vom Alpenverein.
Größte Jugendorganisation Österreichs
28,2 Prozent der Alpenvereinsmitglieder sind jünger als 30 Jahre, sie gehören damit der Alpenvereinsjugend an. Somit ist der Alpenverein nicht nur der größte alpine Verein, sondern auch die mitgliederstärkste Jugendorganisation Österreichs. Das Durchschnittsalter im Verein beträgt 43 Jahre. Der Frauenanteil im Alpenverein liegt bei 45,48 Prozent und steigt seit Jahren kontinuierlich.
Unfallstatistik: Die meisten Schadensfälle beim Wandern
„Vor allem die Versicherungsleistungen sind ein starker Beweggrund für eine Mitgliedschaft im Alpenverein“, erläutert Generalsekretär Clemens Matt und verweist auf die weltweite Freizeit- und Unfallversicherung des Alpenvereins. Die Zahlen gewähren einen detaillierten Einblick in das Unfallgeschehen in den Bergen. So zeigt die Unfallstatistik 2024, dass die meisten Unfälle beim Wandern passierten (42 %), gefolgt vom Pistenskifahren (27 %) und vom Skitourengehen (12 %).
Sicherheit beim Klettern steigt
Beim Klettern sind die Unfallmeldungen an die Versicherung im Verhältnis zur Gesamtanzahl aller Unfälle stark gesunken. 2014 machte der Anteil der Kletterunfälle noch 14 % aus, 2024 waren es mit 9,4 % deutlich weniger Schadensfälle als noch vor zehn Jahren. „Die Menschen sicher an den Bergsport heranzuführen, ist uns ein Herzensanliegen. Die positive Entwicklung im Klettersport zeigt, dass wir mit unserer Bildungs- und Präventionsarbeit auf dem richtigen sind“, so der Generalsekretär.
Text: Redaktion, Foto: Alpenverein/Simon Schöpf