St. Jakob i.D.: 63-jähriger Skitourengeher von Lawine verschüttet
Der Verschüttete konnte nach erfolgter LVS-Suche in einer Tiefe von ca. 2,5 Metern geortet und in weiterer Folge von Mitgliedern der Skitourengruppe ausgegraben werden. Der Verletzte wurde in das Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen.
Ein 63-jähriger deutscher Staatsangehöriger plante am Donnerstag, 30. Jänner, gemeinsam mit einer Skitourengruppe den südöstlichen Vorgipfel des Kauschkahorns (2902 Meter) zu besteigen. Am Morgen startete die Skitourengruppe in St. Jakob im Defereggental in Richtung Gipfel. Auf einer Seehöhe von ca. 2770 Metern wies der 63-Jährige seine Gruppe an stehenzubleiben, da er beabsichtigte, in den dortigen Südosthang einzufahren und diesen von jedem Gruppenmitglied auf sein Zeichen einzeln befahren zu lassen.
Der 63-Jährige fuhr also gegen 13.50 Uhr als erster in den Hang ein. Laut Auskunft der Teilnehmer löste sich bereits nach ca. fünf Metern Fahrt ein Schneebrett, das in weiterer Folge über annähernd die gesamte Breite des Hanges abging, ihn mitriss und schließlich total verschüttete. Der Verschüttete konnte schließlich nach erfolgter LVS-Suche durch einen Sondentreffer in einer Tiefe von ca. 2,5 Metern geortet und in weiterer Folge durch die Mitglieder der Skitourengruppe ausgegraben werden.
Nach erfolgter Erstversorgung am Lawinenkegel wurde der Mann durch einen Notarzthubschrauber geborgen und mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen. Im Einsatz standen zwei Notarzthubschrauber sowie der Polizeihubschrauber, Hundeführer der Bergrettung Prägraten, Defereggental sowie Sillian, die Alpinpolizei und eine Polizeistreife.
Text: Redaktion, Foto: Die Fotografen
