Jahreswechsel: Kritische Lawinensituation auch in den Osttiroler Bergen

Für die Venedigergruppe wurde Lawinengefahrenstufe 4 (groß) ausgegeben, für die anderen Osttiroler Gebirgsgruppen (außer Lienzer Dolomiten) Stufe 3 (erheblich).

Vor dem Silvester-Wochenende weist der Lawinenwarndienst des Landes Tirol auf die kritische Lawinensituation abseits der gesicherten Pisten hin. In Teilen Tirols, insbesondere im Arlberggebiet, im Außerfern, im Tiroler Unterland aber auch in der Venedigergruppe in Osttirol ist mit einer großen Lawinengefahr (Stufe 4) zu rechnen, in weiteren Regionen mit einer erheblichen Gefahr (Stufe 3).

WintersportlerInnen sollten deshalb im freien Skigelände größte Vorsicht und Zurückhaltung an den Tag legen. Frischer Schnee und Wind in höheren Lagen sowie Nässe wegen des Regens in niederen Lagen sorgen in Kombination mit warmen Temperaturen auch in den nächsten Tagen für eine erhöhte Lawinengefahr.

 

 

„Für die kommenden Tage rund um Silvester wird gutes Wetter prognostiziert – bis Sonntag bleibt es warm. Das wird wieder viele Wintersportlerinnen und Wintersportler auf die Berge locken. Wir haben derzeit eine kritische Lawinensituation, auch aufgrund des vielen Nassschnees, die weiter anhalten wird. Insofern ist größte Vorsicht angebracht, wenn man im freien Gelände unterwegs ist. Unerfahrene Personen sollten möglichst auf gesicherten Pisten bleiben“, so Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol. Er verweist darauf, dass zwei Drittel aller Lawinenunfälle bei Lawinengefahrenstufe 3 passieren. „In weiten Teilen Tirols rechnen wir mit einem ‚angespannten Dreier‘ – die Stufe der ‚erheblichen Lawinengefahr‘ darf keinesfalls unterschätzt werden.“

Der tägliche Lawinenreport wird jeweils um 17.00 Uhr für den darauffolgenden Tag online zur Verfügung gestellt. Unterschiedliches Kartenmaterial bietet auf Basis unterschiedlicher Daten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lawinensituation in Tirol, Südtirol und dem Trentino. Alle Informationen sind unter www.lawinen.report zu finden.

 

Text: Redaktion, Foto: Ingemar Wibmer, Grafik: Lawinenwarndienst Tirol

30. Dezember 2021 um