SchülerInnen der NMS Egger-Lienz beschäftigten sich intensiv mit Fairtrade

Im Rahmen des Interreg-Projektes arbeitete die Schule mit dem Trikont Weltladen und mit Partnern in Osttirol sowie den Südtiroler Regionen Bruneck und Alto Bellunese zusammen.

Die NMS Egger-Lienz lud gemeinsam mit dem Trikont Weltladen Lienz und dem Regionsmanagement Osttirol (RMO) am Dienstag, 28. Mai, zur Abschlussveranstaltung des Interreg-Projektes ITAT 4036 unter dem Motto „Gemeinsam für ein gerechtes und nachhaltiges Wirtschaften” bzw. „Einen Weg sehen statt wegsehen” in den Kolpingsaal in Lienz.

 

v.l.n.r.: Maria Kraler (Verein Trikont Weltladen Lienz), Elisabeth Bachler (Leiterin Bildungsregion Ost), GR Gerlinde Kieberl, Gabriele Schwab (Direktorin NMS Egger-Lienz), Projektbetreuerin Gina Streit vom RMO

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir bei diesem Projekt mit der Fairtrade-Schule NMS Egger-Lienz zusammenarbeiten durften”, sagte Maria Kraler vom Verein Trikont Weltladen Lienz einleitend. „Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der es sehr leicht passieren kann, dass man wichtige Themen aus den Augen verliert. In den letzten Monaten haben sich unsere SchülerInnen intensiv mit Fairtrade auseinandergesetzt und bewusst auf den Themenkreis gerechtes und nachhaltiges Wirtschaften hingeschaut”, berichtete Direktorin Gabriele Schwab.

 

 

Gina Streit, die das Projekt von Seiten des RMO betreute, erklärte den Sinn von Interreg-Projekten: „Es geht um den Austausch zwischen Regionen in Österreich und Italien, in unserem Fall zwischen Osttirol einerseits und den italienischen Regionen Bruneck und Alto Bellunese andererseits. Wir suchen für diese Projekte Menschen, die Mut haben und Einsatz zeigen. Wichtig dabei ist auch die Zweisprachigkeit. So haben Osttiroler SchülerInnen z.B. auch die Schule von Longarone besucht. Das Projekt ist zu 85% durch die EU finanziert, der Rest der Kosten wurde vom RMO und vom Sponsor DolomitenBank getragen.”

 

 

Insgesamt 15 Workshops und drei große Abendveranstaltungen wurden im Rahmen des Projektes organisiert, außerdem haben die SchülerInnen ein zweisprachiges Projekttagebuch erstellt. Höhepunkte waren die Veranstaltung mit Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und die Vorführung des Films „The Green Lie”, bei der Regisseur Werner Boote persönlich anwesend war. „Treffen mit SchülerInnen in Bruneck und im Belluno sowie den Projektpartnern Michael Aichner von der Wirtschaftskammer, Bäuerin Monika Bachlechner und Ökologin Brigitte Vogl-Lukasser, mit denen wir uns über nachhaltige Projekte austauschten, waren weitere wichtige Teile des Schulprojekts”, so Maria Kraler.

 

 

Die SchülerInnen stellten anschließend ihre Fairtrade-Schule und das Projekt vor. Es ging dabei um Konsumverhalten, bewusstes Einkaufen und Verzichten oder die Vermeidung von Plastikverpackungen. Die intensive Beschäftigung mit der Homepage „Osttirol Autark”, dem Trikont Weltladen Lienz, dem Talentetauschkreis mit dem Repair Café, mit Silvi’s Schatzkiste, der Klimabündnisgemeinde Tristach sowie dem Wirtschaftskammer-Projekt „Heimvorteil Osttirol” waren Teile des Schulprojekts.

 

 

Außerdem setzten sich die Jugendlichen mit dem Projekt „Null-Kilometer-Tomate” der Gemeinde Assling auseinander. „Dabei kann man Saatgut in der Bücherei erwerben und bekommt dazu auch ein Buch mit allen Informationen. Einen Teil des Saatgutes bringt man nach der Ernte wieder zurück. So erspart man sich tausende Transportkilometer. Es geht dabei nicht nur um Tomaten, sondern z.B. auch um verschiedene Bohnensorten, Erbsen oder Mais”, erzählten die SchülerInnen. Zum Schluss stellten die Jugendlichen noch ihr bilinguales Projekttagebuch vor und präsentierten bei einer lustigen Modeschau fair gehandelte Mode.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

29. Mai 2019 um