Nußdorf-Debant: „Brand aus“ auf Gelände des Abfallwirtschaftszentrums

Dienstnachmittag, 01.07.2025, konnte der Brand in der Recycling-Anlage in Nußdorf-Debant gelöscht werden. Auch der seit Samstag geltende AT-Alert für die Bevölkerung wurde aufgehoben.

Bei einer Lagebesprechung in der abgebrannten Recycling-Anlage in Nußdorf-Debant konnte am Dienstagnachmittag „Brand aus“ gegeben werden. Für die Nacht auf Mittwoch wurde eine Brandwache eingerichtet. Auf die vielfältig geäußerten Sorgen in der Bevölkerung hinsichtlich der im Zuge des Großbrandes ausgestoßenen Schadstoffe informierte das Land Tirol am Dienstagnachmittag erneut, dass die Ergebnisse der Prüfung von Luft-, Wasser- und Bodenwerten durch SpezialistInnen aus Bozen und München keine Hinweise auf Gefahren für Bevölkerung und/oder Umwelt ergeben hätten. Im Hinblick auf körperliche Symptome wie Erbrechen oder Kopfschmerzen, über welche einige Personen in Osttirol berichteten, erklärte Elmar Rizzoli, Leiter des Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes: „Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Bevölkerung sehr ernst. Angesichts dieses massiven Brandgeschehens in Kombination mit starker Rauchentwicklung und Abfällen sind solche auch nachvollziehbar. Fakt ist: Bei starker Rauchentwicklung können akute körperliche Symptome auftreten. Deshalb wird im Nahbereich bzw. in einem je nach Wind und Wetter definierten Umfeld auch stets dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schließen. Das gilt für alle Brandgeschehen in gleichem Maß. In einer Akutphase mit hoher Brandintensität ist es nicht ausgeschlossen, dass die Luft-, Wasser- und Bodenwerte kurzfristige nachweisbare negative Konzentrationen hatten. Darauf verwies auch die Analytische Taskforce München. Die am Sonntag entnommenen Proben zeigten aber, dass alle Werte trotz noch bestehendem Brand zum Beprobungszeitpunkt keine Grenzwerte überschritten.“ Für eine medizinische Einschätzung ergänzte Medizinerin und Gesundheitsdirektion Theresa Geley: „Kopfschmerzen und Irritationen der Schleimhäute sind bei Brandgeschehen häufig akute Symptome, die auftreten können. Aus derzeitiger Sicht kann man davon ausgehen, dass keine langfristigen Folgen zu erwarten sind.” Im Hinblick auf selbst angebautes Gemüse und Obst meinte sie, dass man selbstangebaute Lebensmittel wie Obst und Gemüse, nachdem sie sorgfältig gewaschen wurden, weiterhin verzehren könne.

 

 

Die 18 Probenentnahmepunkte, die auch laut den SpezialistInnen der Taskforce das Gefahrenstellen-Spektrum abdeckten, können der obenstehenden Übersichtskarte entnommen werden. Die detaillierten Messwerte des Endberichts sollen, sobald diese von den Messstellen vorliegen, veröffentlicht werden, um ein umfassendes Bild zu ermöglichen.

 

Text: Redaktion, Fotos: FF Fieberbrunn, Karte Land Tirol/ATM

02. Juli 2025 um