Virgen: Nachbarschaft Hinterbichl organisierte heuer Opferwidder-Fest

Mit einem prächtig geschmückten Opferwidder pilgern die Gläubigen aus Virgen und Prägraten am Samstag nach Ostern traditionell zur Wallfahrtskirche Maria Schnee.

Das Brauchtum gründet sich auf ein Verlöbnis aus dem 17. Jahrhundert und wird im Virgental bis heute gelebt. Die Virgentaler Opferwidderprozession gehört auch zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Mit einem prächtig geschmückten Steinschafwidder pilgerten die Gläubigen aus Virgen und Prägraten auch am vergangenen Samstag wieder zur Wallfahrtskirche Maria Schnee in Obermauern. Das Tier wurde in der Kirche nach altem Ritual dreimal um den Hochaltar herumgeführt. Pfarrer Damian Frysz zelebrierte eine feierliche Messe. Im Anschluss wurde der Opferwidder vor der Kirche verlost.

 

 

Florian und Georg Oblasser aus dem Prägratner Ortsteil Hinterbichl haben heuer den Widder gehalten. Für den großen Tag wurde er mehrmals gewaschen, herausgeputzt und mit Blumen geschmückt. Mit der Organisation des Festes war heuer die Nachbarschaft Hinterbichl betraut. Bei der Verlosung am Kirchplatz gab es neben dem Opferwidder viele gespendete Sachpreise zu gewinnen. Das Widderlos wurde zum Schluss gezogen – es fiel auf Andreas Islitzer aus Prägraten. Der passionierte Bienenzüchter freute sich sichtlich über den Gewinn. Nachdem er den Widder nicht selbst halten kann, fand der Opferwidder bei einem Bauern in Prägraten ein neues Zuhause.

 

 

 

 

Text: Redaktion, Fotos: Gemeinde Virgen 

09. April 2018 um