Zwei Verletzte nach Zwischenfall im AMS Lienz
Ein 37-Jähriger bedrohte eine AMS-Mitarbeiterin mit einem Messer. Ein Polizeibeamter wurde am Oberarm, der Täter durch einen abgegebenen Schuss im Hüftbereich verletzt.
Im AMS Lienz kam es am Dienstag, 20. Juni, gegen 11.45 Uhr, durch einen 37-jährigen Österreicher zu einer Bedrohungslage. Der Verdächtigte hielt einer Mitarbeiterin des AMS ein Messer vor. Beim Eintreffen mehrerer Polizeibeamter befand sich der Verdächtigte mit dem Messer in der Hand allein in einem Büro. Die Mitarbeiterin konnte das Büro zuvor unverletzt verlassen.
Der Verdächtigte wurde durch einen Polizisten aufgefordert, das Messer auf den Boden zu legen. Da der 37-Jährige aber trotzdem auf die Beamten zuging, setzte ein Polizist Pfefferspray gegen ihn ein. Der Tatverdächtige attackierte daraufhin den Beamten mehrmals mit dem Messer und verletzte ihn durch einen Messerstich am Oberarm. Da der Pfefferspray beim Verdächtigen keine Wirkung zeigte, gab ein anderer Beamte einen Schuss aus seiner Dienstpistole ab, wodurch der Verdächtige im Hüftbereich verletzt wurde und schlussendlich festgenommen werden konnte.
Sowohl der Verdächtige als auch der Polizeibeamte wurden zur Versorgung in das Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht. Nach ersten Erkenntnissen dürften beide Verletzungen nicht lebensgefährdend sein. Der Verdächtigte wurde Dienstagnachmittag im Krankenhaus Lienz operiert, der verletzte Beamte nach der Erstversorgung wieder entlassen.
Das Motiv für die Tat ist noch unklar. Der Verdächtige dürfte sich laut Polizeibericht aber in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben.
Text: Redaktion, Foto: EXPA/Lukas Huter