Lienz: 190 Grundwehrdiener des HGJgB 24 in der Haspinger-Kaserne angelobt

Aktuelle Bedrohungen – wie der Krieg in der Ukraine – und die Bedeutung der Neutralität Österreichs wurden bei der feierlichen Angelobung am Mittwoch, 25. Mai, thematisiert.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie konnte eine Angelobung in der Haspinger-Kaserne wieder unter Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden. So waren neben vielen Ehrengästen auch Eltern, Verwandte und Bekannte der Rekruten zur Feier in die Lienzer Kaserne gekommen. Als militärisch Höchstanwesender schritt der Tiroler Militärkommandant Brigadier Ingo Gstrein gemeinsam mit NR Gerald Hauser und Bataillonskommandant Obert Bernd Rott die Front ab. Die Militärmusik Tirol umrahmte die Feier, und die beiden Militärkuraten Christoph Gmachl-Aher und Hans Hecht sprachen seelsorgerische Worte zu den Anwesenden.

 

v.l.n.r.: Bataillonskommandant Oberst Bernd Rott, NR Gerald Hauser und der Tiroler Militärkommandant Brigadier Ingo Gstrein

 

„Es ist mir ein großes Anliegen, dass Angelobungen in unserer Wehrpflichtigen-Armee möglichst festlich gestaltet werden und dass auch Angehörige der Wehrdiener dabei sein können. Die Corona-Pandemie und die Ukraine-Krise haben uns einmal mehr vor Augen geführt, wie verwundbar unsere Gesellschaft ist. Ein mögliches Blackout, Cyber-Angriffe, Terror oder auch Naturkatastrophen stellen weitere Bedrohungen dar, für die das Bundesheer gerüstet sein muss“, so Militärkommandant Ingo Gstrein in seiner Ansprache.

 

Militärkommandant Brigadier Ingo Gstrein: „Bewaffnete Konflikte finden derzeit bei uns Gott sei Dank nicht statt, aber nicht weit weg von uns – in der Ukraine. Einmal mehr wird uns vor Augen geführt, wie wichtig eine umfassende Landesverteidigung ist. Das Bundesheer bietet Schutz und Hilfe für unser Heimatland.“

 

Der Osttiroler Nationalratsabgeordnete Gerald Hauser thematisierte die Bedeutung der Neutralität Österreichs und zitierte Artikel aus dem Neutralitätsgesetz und der Bundesverfassung. „Die immerwährende Neutralität Österreichs ist durch das Neutralitätsgesetz aus dem Jahr 1955 und die Bundesverfassung in Stein gemeißelt. In letzter Zeit hat es wieder Diskussionen um die Aufhebung der Neutralität gegeben, und ich bin froh, dass diese Debatte jetzt endlich beendet wurde“, so Hauser.

 

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

25. Mai 2022 um