Lawinengefahr steigt auch in Teilen Osttirols auf Stufe 4
Aufgrund großer Neuschneemengen und starkem Wind gibt der Lawinenwarndienst des Landes Tirol ab Dienstag, 28. Jänner, für Teile Tirols Lawinenwarnstufe 4 (große Lawinengefahr) oberhalb der Waldgrenze aus.
Stellenweise sind Neuschneemengen von über 50 Zentimetern prognostiziert. Hauptbetroffen sind der Westen Nordtirols, die Regionen entlang des Alpenhauptkammes sowie die westlichen Regionen Osttirols. Die Lawinengefahr in allen weiteren Regionen Tirols liegt teilweise bei Stufe 3 (erhebliche Lawinengefahr) bzw. Stufe 2 (mäßige Lawinengefahr). Dementsprechend appelliert das Land Tirol und der Lawinenwarndienst zu äußerster Zurückhaltung abseits gesicherter Pisten.

Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst: „Die Kombination aus Schneefall und starkem Wind führt zu einem markanten Anstieg der Lawinengefahr im Tagesverlauf. Die Gefahr ist am Vormittag oberhalb der Waldgrenze verbreitet erheblich, also Stufe 3 der 5-teiligen Gefahrenskala. Am Nachmittag steigt die Gefahr dann in den neuschneereichen Regionen auf Gefahrenstufe 4, also große Lawinengefahr an. Wir rechnen dann mit erhöhter spontaner Lawinenaktivität. Meist sind die Lawinen mittelgroß bis groß. Dies trifft vor allem vom Waldgrenzbereich aufwärts in sehr steilen West-, Nord- und Osthängen zu. Deshalb der Appell an alle, sich des Risikos im freien Gelände bewusst zu sein. Wir raten während der kommenden Tage zu Zurückhaltung abseits der gesicherten Skipisten.“
Der Lawinenreport ist täglich ab 17.00 Uhr unter www.lawinen.report für den nächsten Tag abrufbar.
Text: Redaktion, Foto: AdobeStock, Grafik: Lawinenwarndienst des Landes Tirol