Kartitsch: 200 Rekruten des Hochgebirgs-Jägerbataillons 24 feierlich angelobt
Die Bedeutung des Bundesheeres als Garant für Frieden und Freiheit aber auch als wichtige Stütze bei Katastrophenereignissen wurde besonders herausgestrichen.
Der ziemlich starke Wind tat der guten Stimmung bei der Angelobungsfeier am Mittwochnachmittag, 24. Oktober, am Kirchplatz von Kartitsch keinen Abbruch. 200 Rekruten des Einrückungstermins Oktober 2018 wurden für den Dienst beim Hochgebirgs-Jägerbataillon 24 angelobt. Viele Kartitscherinnen und Kartitscher, Vertreter des öffentlichen Lebens und Angehörige der jungen Soldatinnen und Soldaten waren zur Feier gekommen. Militärkurat Hans-Peter Schiestl, Pfarrer Hans Hecht, LH-Stv. Josef Geisler und Brigadier Johann Gaiswinkler, Kommandant der 6. Jägerbrigade, LA Martin Mayerl, Bezirkshauptfrau Olga Reisner und mehrere Osttiroler Bürgermeister wohnten der Angelobungsfeier teil. Die musikalische Umrahmung oblag der Militärmusik Tirol, die Schützenkompanie Kartitsch und mehrere Traditionsverbände sorgten für ein buntes Bild.
Der Kartitscher Bürgermeister Josef Außerlechner erinnerte daran, dass Kartitsch im 1. Weltkrieg Frontgemeinde war. „Auch die vielen Stellungen am Karnischen Kamm und die drei Kriegerfriedhöfe – unter ihnen mit Hochgränten der höchstgelegene Europas – erinnern an die tragischen Ereignisse damals, und es ist uns ein großes Anliegen, diese Spuren des Krieges als Mahnmale zu erhalten”, so Außerlechner.
Kritische Worte zur Entwicklung des Bundesheeres fand Johann Gaiswinkler in seiner Ansprache. „Das Bundesheer wurde in den letzten Jahren von politischer Seite vernachlässigt. So sind wir gegenüber dem zivilen Arbeitsmarkt nur beschränkt konkurrenzfähig. Positiv hervorheben möchte ich, dass unser Bundesminister in den letzten Monaten die richtigen Schritte gesetzt hat, und ich bin auch deshalb guter Dinge, weil ihr, die ihr heute angelobt werdet, dienen wollt”, so Gaiswinkler.
„Die Zeiten, in denen man geglaubt hat, man brauche kein Bundesheer, sind endgültig vorbei. Das Bundesheer ist durch seine Existenz und Präsenz ein Garant für Frieden und Freiheit. Gerade auch in Tirol leisten Soldatinnen und Soldaten wichtige Hilfe. Ich denke hier nicht nur an die Grenzsicherung, sondern auch an Naturkatastrophen und an große Sportveranstaltungen, die ohne die effiziente und organisierte Unterstützung durch das Bundesheer nicht möglich wären”, so LH-Stv. Josef Geisler.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger










