Kals: Bundeswehr-Soldaten von Lawine mitgerissen

Bei einer Skitour auf das Figerhorn wurden die beiden Soldaten von einer Lawine einige Meter mitgerissen – sie wurden nicht verschüttet und blieben unverletzt.

Zwei Angehörige der deutschen Bundeswehr im Alter von 49 und 50 Jahren unternahmen am Mittwoch, 24. Jänner, eine Skitour auf das 2.743 Meter hohe Figerhorn in Kals am Großglockner. Beim Aufstieg machte der 49-Jährige, ein ausgebildeter Heeresbergführer, laut eigenen Angaben öfters ein Schneeprofil, um die Lawinengefahr besser einschätzen zu können. Im Zuge einer Schneeprofilaufnahme gegen 11.30 Uhr auf ca. 2.500 Metern Seehöhe löste sich etwa 150 Höhenmeter oberhalb der beiden Männer ein ca. 100 Meter breites Schneebrett und ging direkt auf sie ab. Den beiden Männern gelang die rechtzeitige Auslösung der Lawinenairbags. Obwohl sie von der Lawine einige Meter mitgerissen wurden, wurden sie weder verschüttet noch verletzt.

Ein Bergführer, der einige hundert Meter unterhalb unterwegs war, setzte einen Alpinnotruf ab, weil für ihn die Situation rund um die beiden Tourengeher unklar war. Der verständigte Notarzthubschrauber Martin 4 brach den Einsatz jedoch ab, nachdem die beiden Deutschen durch Armzeichen eindeutig zu erkennen gaben, dass sie keine Hilfe benötigen. Gegen 14.00 Uhr beobachteten Pistenretter vom Skigebiet via Fernglas, dass sich unterhalb des Gipfelhanges zwei Personen – es waren die beiden Deutschen – auf dem Lawinenkegel aufhielten und den Bereich absuchten bzw. sondierten. Die Pistenrettung setzte erneut einen Alpinnotruf ab, weil ein neuerlicher Lawinenabgang angenommen wurde. Während der Notarzthubschrauber Heli 6 anflog, fuhren die beiden Tourengeher bereits über die Aufstiegsspur ab, nachdem sie nach ihren Skiern und Skistöcken gesucht und auf dem Lawinenkegel eine Pause gemacht hatten. Die Hubschrauberbesatzung konnte die beiden Männer aufgreifen und zu Tal bringen. Sie befanden sich während der Abfahrt weiter im lawinengefährdeten Bereich.

 

Text: Redaktion, Foto: Brunner Images

25. Januar 2018 um