Kals a.Gr.: 38-jähriger Alpinist beim Abstieg vom Großglockner verletzt

Der erste Bergsteiger der Seilschaft rutschte aus und brachte den hinter ihm gehenden Alpinisten aus dem Gleichgewicht. Der Sturz konnte gehalten werden.

Ein 37-jähriger deutscher Bergführer führte am Sonntag, 26. Juni, seine drei Gäste von der Stüdlhütte ausgehend über den Normalweg auf den Großglockner. Gegen 9.45 Uhr erreichte die Gruppe den Gipfel. Beim Abstieg von der Erzherzog-Johann-Hütte wollten die Bergsteiger über eine Firnflanke einen Teil des Klettersteiges entlang des Normalweges umgehen. Dazu rüsteten sie sich mit Steigeisen aus und seilten sich an. Gegen 12.10 Uhr rutschte der an erster Position gehende Alpinist aus und brachte den an zweiter Position angeseilten 38-Jährigen aus dem Gleichgewicht.

Obwohl der Sturz des vorausgehenden Bergsteigers durch den Bergführer und den an 3. Stelle gehenden Gast unverzüglich gehalten werden konnte, zog sich der an 2. Stelle gehende 38-Jährige, dessen rechter Unterschenkel zwischen zwei größeren Felsbrocken fixiert war, eine Unterschenkelverletzung (laut Erstdiagnose Unterschenkelfraktur) zu. In weiterer Folge wurde der Verletzte von der Besatzung des Notarzthubschraubers per Tau geborgen und in das Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen.

 

Text: Redaktion, Foto: Ingemar Wibmer

27. Juni 2022 um