Hopfgarten im Defereggental: Großes Schutzbau-Projekt abgeschlossen
Im Hopfgartnergraben wurden ein massiver Lawinenbrecher und eine Rückhalteanlagen gegen Hochwässer und Murgänge errichtet. Die bestehenden Lawinenleitmauern wurden saniert. 6,6 Mio. haben Bund, Land, Gemeinde und TIWAG investiert.
In den vergangenen Jahrzehnten ereigneten sich zahlreiche Muren und Lawinen im Einzugsgebiet des Hopfgartnergrabens. Deshalb fiel 2017 der Spatenstich für eines der größten Projekte der Wildbach- und Lawinenverbauung in Osttirol. Bundesminister Norbert Totschnig und LH-Stv. Josef Geisler eröffneten die neuen Schutzbauten gemeinsam mit dem Hopfgartner Bürgermeister Markus Tönig sowie Sektionsleiter Gebhard Walter von der Wildbach- und Lawinenverbauung am Freitag, 9. August.
„6,6 Mio. Euro haben wir hier im Hopfgartnergraben gemeinsam mit einem umfangreichen Schutzkonzept der Wildbach- und Lawinenverbauung investiert. Jeder Euro für dieses Projekt lohnt sich, denn damit schützen wir die Menschen, ihre Häuser und Betriebe vor Vermurungen und Lawinen. Wie notwendig das ist, zeigten die zahlreichen Unwetter in Tirol der vergangenen Monate eindringlich“, so Bundesminister Norbert Totschnig.
Der Baustart erfolgte im Jahr 2017, und nach einer 7-jährigen Bauzeit konnten die zentralen Schutzbauten jetzt fertiggestellt werden. Die Maßnahmen umfassten einen massiven Lawinenbrecher und eine Rückhalteanlage gegen Hochwässer und Murgänge. Zudem wurden die bestehenden Lawinenleitmauern saniert.
„Der Abschluss der Arbeiten an diesem umfangreichen Schutzkonzept ist ein wichtiger Schritt, um den zunehmenden Risiken von Lawinen und Hochwassern wirksam zu begegnen und das Schutzniveau an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. In einer Region, die durch ihre geographische Lage und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels besonders anfällig für Naturgefahren ist, verbessern maßgeschneiderte Projekte wie diese das Schutzniveau für Siedlungsraum und Infrastruktureinrichtungen sowie die Lebensqualität in der Region erheblich“, betonte LH-Stv. Josef Geisler.
„Mit den nun neu errichteten Schutzbauten wird ein effektiver Schutz gegen die höheren Mureinwirkungen gewährleistet. Auch der neue Lawinenbrecher ist ein modernes Schutzbauwerk, und in Kombination sind diese neuen Technologien die zeitgemäße Antwort auf die hohen Anforderungen im Bereich Schutz vor Naturgefahren“, erklärte Sektionsleiter Gebhard Walter.
Die finanziellen Mittel stellen der Bund (60 %), das Land Tirol (22 %), die Landesstraßen Tirol (4%), die TIWAG (3,6 %) sowie die Gemeinde Hopfgarten in Defereggen (10,4 %) zur Verfügung.
Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/Jansenberger