Große Lawinengefahr (Stufe 4) auch in den Hohen Tauern in Osttirol
Aufgrund großer Neuschneemengen und starker Sturmböen steigt die Lawinengefahr an. Hauptbetroffene Gebiete sind die Regionen westlich des Wipptals sowie die Hohen Tauern.
Aufgrund der prognostizierten, sehr stürmischen Verhältnisse und der Neuschneemengen von über einem Meter im Hochgebirge gibt der Lawinenwarndienst des Landes Tirol für Freitag, 22. Dezember, für Teile Tirols die zweithöchste Lawinengefahrenstufe (Stufe 4 – Große Lawinengefahr) aus. Hauptbetroffen sind die Regionen westlich des Wipptals sowie die Hohen Tauern.
In tieferen Lagen sowie im Tiroler Unterland gilt verbreitet die Lawinengefahrenstufe 3 (Erhebliche Lawinengefahr). Diese kritische Lawinensituation dauert voraussichtlich bis Sonntag, 24. Dezember, an.

Die Feiertage und der kommende Neuschnee laden dazu ein, sich in die Berge zu begeben. Angesichts der Lawinengefahr gilt jedoch besondere Vorsicht und defensives Verhalten abseits gesicherter Pisten.
„Das Risiko reduziert man am Wochenende am besten, wenn man möglichst defensiv unterwegs ist, Steilhänge über 30 Grad meidet und Auslaufbereiche unter Steilhängen umgeht. Wir rechnen während dieser intensiven Niederschlagsperiode mit vermehrten, spontanen Lawinenabgängen. Meist werden diese im Bereich der aktuellen Altschneeoberfläche beziehungsweise im Neuschneepaket brechen. Aufgrund der recht gut aufgebauten Altschneedecke erwarten wir ab kommender Woche eine allmähliche Beruhigung der Situation“, erklärt Patrick Nairz, Leiter des Lawinenwarndienstes des Landes Tirol.
Alle Informationen zur aktuellen Lawinensituation in Tirol, Südtirol und dem Trentino finden sich im Lawinenreport unter www.lawinen.report.
Text: Redaktion, Foto: Ingemar Wibmer