Gebirgsjäger übten in Osttirol: Mögliche Terrorzelle als Annahme beim Abschluss

Zum Abschluss der Übung der gepanzerten Infanteriekompanie wurde ein realistisches Szenario dargestellt, bei dem die Kompanie im Wald in Huben eine mögliche Terrorzelle festzunehmen hatte.

Zwischen Huben und Lavant übte eine Infanteriekompanie mit elf Pandur Mannschaftstransportpanzern und weiteren Fahrzeugen von 18. bis 21. März den Einsatz zur Stabilisierung der Westbalkanregion. Konkret wurde die so genannte ORF (Operational Reserve Force) auf ihre Aufgaben vorbereitet.

 

 

Am 19. März hatte die gepanzerte Infanteriekompanie den Auftrag, vom Camp Franz-Josef aus eine Lieferung von Hilfsgütern von einem Übernahmepunkt (Schießplatz Lavanter-Forcha) bis zur Übergabe im Camp Haspinger zu bedecken. Während des Transportes kam es unterwegs zu unerwarteten Störungen, wie etwa eine nicht passierbare Baustelle.

 

 

Zum Übungsabschluss wurde im Iseltal ein realistisches Szenario dargestellt, bei dem die Kompanie eine mögliche Terrorzelle festzunehmen hatte. Übungsteilnehmer übernahmen dabei die Rolle von Terroristen, die einen Anschlag mit chemischen Kampfstoffen und Sprengstoff vorbereiteten. Die Soldaten erhielten den Auftrag, diese festzunehmen und die Gefahr zu neutralisieren.

 

 

Die Terroristen hatten sich in einem abgelegenen Waldstück verschanzt, wo sie chemische Giftstoffe und Sprengstoff für ihren geplanten Anschlag vorbereiteten. Während ein Zug der Kompanie den Wald von einer Seite absicherte, durchkämmten die restlichen Soldaten das Gelände systematisch, um die Verdächtigen aufzuspüren und festzunehmen.

 

 

Unterstützend wurde mit Lautsprecherdurchsagen, in denen die Terroristen aufgefordert werden, sich kampflos zu ergeben, ein sogenanntes PSYOPS-Team eingesetzt. Diese Maßnahme diente dazu, unnötige Verletzungen auf beiden Seiten zu vermeiden – sowohl bei den Soldaten als auch bei den Verdächtigen.

 

 

Die Terroristen ergriffen die Flucht, dabei kam es zu einem Unfall, bei dem Chemische Giftstoffe freigesetzt wurden. Die Soldaten sind für solche Situationen vorbereitet und ergriffen Selbstschutzmaßnahmen. Ein Verdächtiger verletzte sich bei der Flucht. Umgehend leisteten die eingesetzten Soldaten Erste Hilfe, bevor ein professionelles Sanitätsteam den Verletzten mit dem gepanzerten Sanitätsfahrzeug Pandur in ein Krankenhaus brachte.

 

 

Ein so genanntes taktisches Kamerateam dokumentierte den gesamten Einsatz. Die Aufnahmen dienten nicht nur als Beweismaterial für den geplanten Anschlag der Terroristen, sondern auch zur Analyse und Auswertung des professionellen Vorgehens der Soldaten.

 

Text: Redaktion, Fotos: Bundesheer/Gruber, Kurnik

24. März 2025 um