24er Hochgebirgsjäger: Bundespräsident zu Besuch bei Mountain Warrior in der Lizum
Ein Angriff auf eine feindliche Gruppierung im extremen Gelände wurde Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen vorgeführt.
Die Übungsserie Mountain Warrior stellt seit Jahren den Höhepunkt und Abschluss der Spezialisierung in der Basisausbildung des Hochgebirgs-Jägerbataillon 24 dar. Dabei geht es vor allem darum, die Spezialisierung der 6. Gebirgsbrigade im Hochgebirgs-Einsatz sicherzustellen. Selbst wenn Organisationselemente nur in Teilen zusammen üben, ist dies für den Erhalt der „Einsatz- und Kampffähigkeit im Hochgebirge“ unabdingbar. Darum wurde auch dieses Jahr, trotz massiver Verminderung auf ein Viertel der Mannesstärke durch die laufende Intensivierung der Assistenzeinsätze, die Möglichkeit zum gemeinsamen Üben geschaffen.
Panzerabwehrlenkwaffen sorgen im Hochgebirge für einen oftmals entscheidenden Reichweitenvorteil.
Der Besuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 25. August in Begleitung des Kommandanten der Streitkräfte, General Franz Reißner, dem Kommandanten der 6. Gebirgsbrigade, Oberst Karl Pflügl, und dem Militärkommandanten von Tirol, Brigadier Ingo Gstrein, im Rahmen der Mountain Warrior 2021 unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Übungstätigkeiten und soll vor allem auch der Öffentlichkeit ein Bild der Leistungsfähigkeit der österreichischen Gebirgstruppe vermitteln.
Die SAN-Versorgung und der Abtransport sind im Hochgebirge extreme Herausforderungen für die Soldaten.
Dem Staatsoberhaupt wurde ein Angriff auf eine feindliche Gruppierung im extremen Gelände vorgeführt. Die angreifende Kompanie wurde durch Hubschrauber, die neuen Universalgeländefahrzeuge BvS10 AUT „Hägglunds“, schwere Granatwerfer und Panzerabwehrlenkwaffen unterstützt. Durch den Einsatz von Pyrotechnik konnte die dynamische Gefechtsvorführung besonders realitätsnah dargestellt werden.
Die Annäherung erfordert oft stundenlange Umwege, um unerkannt zu bleiben.
Der Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres zeigte sich von der Leistungsfähigkeit der 24er Hochgebirgsjäger sichtlich beeindruckt. Er bedankte sich für den hohen persönlichen Einsatz aller teilnehmenden Soldaten, zeichnete die 24er mit der Überreichung des persönlichen Bundespräsidenten-Coin aus und genehmigte drei Tage Sonderurlaub. Mit dem so genannten Commander’s Coin drückt der Bundespräsident in seiner Rolle als Oberbefehlshaber bei Truppenbesuchen besonders verdienten Soldaten und Soldatinnen seine Wertschätzung aus. Der Coin wurde von Bundespräsident Alexander Van der Bellen eingeführt und seither erst 13 Mal verliehen.
Text: Redaktion, Fotos: Kurnik