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Firstfeier für eindrucksvolles Schutzbauwerk in Virgen

Baufortschritte am Verbauungsprojekt Firschnitzbach: Jetzt konnte die 18 m hohe Geschieberückhaltesperre als Schutz vor Lawinen und Muren fertiggestellt werden.

WLV Firschnitzbach 30.9 c HerbertHauser

 

Unmittelbar nach dem Murenereignis in Virgen im Jahr 2012 begann die Wildbach- und Lawinenverbauung damit, ein Verbauungsprojekt für den Firschnitzbach auszuarbeiten. 2014 konnte dann mit dem Bau der Schutzwerke – dazu zählen u.a. ein Lawinenablenkdamm, eine zusätzliche Geschiebedosiersperre mit nachgeschalteten Ablagerungsbecken sowie eine Vergrößerung des bestehenden Geschiebeablagerungsbeckens – begonnen werden.

WLV Firschnitzbach 30.9a c HerbertHauser

 

Jetzt, im Herbst 2016, konnten die Betonarbeiten zur Geschiebedosiersperre erfolgreich abgeschlossen werden. Das eindrucksvolle Bauwerk mit einer Gesamtspannweite von 75 Metern, einer Höhe von rd. 18 Metern und einer Betonkubatur von 3.470 m³  mit ca. 400 Tonnen Betoneisen wird den Ortskern von Virgen zukünftig vor einem Murenereignis wie jenem von 2012 schützen. Gefeiert wurde die Fertigstellung des Sperrbauwerkes mit einer kleinen Firstfeier, bei der die Verantwortlichen der Gebietsbauleitung der Wildbach- und Lawinenverbauung und der Virger Bürgermeister Ing. Dietmar Ruggenthaler den involvierten Mitarbeitern zur guten und zügig abgewickelten Arbeit gratulierten. 

Die weiteren Arbeiten am Gesamtbauvorhaben werden noch bis Ende 2021 andauern. Das rund 6 Millionen teure Firschnitzbach-Verbauungsprojekt ist die größte Einzelmaßnahme, die bisher in der Iseltaler Gemeinde zur Lebensraumsicherung umgesetzt wurde.

Text: Redaktion, Fotos: Herbert Hauser