WWF beantragt Revision gegen das Kraftwerk Schwarzach

Der Konflikt um das Osttiroler Kraftwerk wird auf eine höhere Rechtsinstanz verlagert. Die Umweltschutzorganisation wendet sich an den Verwaltungsgerichtshof.

Der WWF Österreich zeigt sich davon überzeugt, dass die Bewilligung des Kraftwerks Schwarzach nicht rechtmäßig erfolgt sei. Es ist die Rede von geschützten Tier- und Pflanzenarten, die nachweislich im Gebiet vorkommen und im Verfahren nicht berücksichtigt worden sein sollen. Noch dazu hätten die zuständigen Stellen eine Gesamtfolgenabschätzung für das Isel-Gebiet durch die vielen geplanten Kraftwerksprojekte verabsäumt. Angesichts der großen ökologischen Bedeutung der Osttiroler Wildflusslandschaft ist der WWF Österreich auch bereit, den Rechtsweg notfalls bis zur höchsten Instanz, dem Europäischen Gerichtshof, zu beschreiten.

Mit der eingebrachten Revision bekämpft die Umweltschutzorganisation die Bewilligung durch das Land Tirol. Es sei untragbar, so der WWF, dass man als Nicht-Regierungsorganisation, die einen erschwerten Zugang zu den Verfahrensunterlagen hat, die Beweislast auferlegt bekomme, die negative Summenwirkung der vielen geplanten Kraftwerke belegen zu müssen. Man sei aber zuversichtlich, dass ein Höchstgericht in diesem Fall zu einem anderen Ergebnis kommen werde und dass das Projekt so nicht realisiert werden könne.

 

Text: Redaktion, Foto: © WWF/Anton Vorauer 

11. Mai 2020 um