Wolfsverdacht: Zahlreiche Schafsrisse in drei Osttiroler Gemeinden und in Nordtirol
Allein in den Osttiroler Gemeinden Hopfgarten i.D., Prägraten a.G. und Außervillgraten waren am vergangenen Wochenende 14 tote und sieben verletzte Schafe zu beklagen.
Zahlreiche Risse wurden der Behörde am vergangenen Wochenende aus den Bezirken Lienz, Kitzbühel, Imst und Landeck gemeldet. Allein in den Osttiroler Gemeinden Hopfgarten im Defereggen, Prägraten und Außervillgraten wurden in Summe 14 tote, sieben verletzte und zahlreiche vermisste Schafe gemeldet. Laut Mitteilung des Landes Tirol laufen die Begutachtungen – es besteht konkreter Wolfsverdacht. Bereits vergangene Woche waren in Anras fünf tote Schafe gefunden worden.
Nachdem auf einer Alm im Gemeindegebiet von Westendorf (Bezirk Kitzbühel) bereits vergangene Woche drei tote Schafe gemeldet wurden, wurde auf einer weiteren Alm nunmehr sieben tote Schafe amtstierärztlich begutachtet und der Verdacht auf einen Wolf als Verursacher ausgesprochen. Laut bisherigen Meldungen ist in dem Gebiet von ca. 20 toten Schafen auszugehen. Die verbleibenden Schafe wurden umgehend von der Alm ins Tal gebracht.
Ebenfalls am vergangenen Wochenende wurde ein totes Schaf aus der Gemeinde Umhausen (Bezirk Imst) gemeldet und begutachtet. Dabei wurden Hinweise auf einen Bären als Verursacher festgestellt. In der Gemeinde Silz (Bezirk Imst) wurde ein weiteres totes Schaf amtstierärztlich begutachtet und ein Wolf beobachtet. Dort wurden bereits am 25. Juli 15 Schafe tot aufgefunden. In Summe dürften im betroffenen Almgebiet 30 Schafe verendet und abgestürzt sein.
Im Gemeindegebiet von St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) wurde am Montag, 5. Juli, ein totes Schaf begutachtet, bei dem ebenfalls von einem großen Beutegreifer als Verursacher ausgegangen werden kann.
Text: Redaktion, Symbolfoto: AdobeStock/Animaflora