Wolf von Wildkamera in Matrei in Osttirol aufgenommen – DNA-Nachweis in Sillian
Im Stubaital besteht nach zwei Schafrissen Wolfsverdacht. In Sillian wurde nach der Probeuntersuchung eines toten Rehs die DNA eines Goldschakals nachgewiesen.
Bei zwei am 16. und 17. Mai als Rissverdachtsfälle gemeldeten Schafen im Gemeindegebiet von Neustift im Stubaital besteht nach der amtstierärztlichen Begutachtung jeweils konkreter Wolfsverdacht. Die Schafe wurden auf Heimweiden gehalten, sie waren nicht durch einen Herdenschutzzaun geschützt. Zudem liegt der Behörde eine Meldung über eine mögliche Wolfssichtung aus diesem Gebiet vor.
Das Land Tirol teilt mit, dass der Behörde kürzlich Fotos und ein Video einer Wildkamera aus dem Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol übermittelt wurden, die vermutlich einen Wolf zeigen. Schäden wurden der Behörde aus diesem Gebiet in letzter Zeit nicht gemeldet.
Bei der genetischen Untersuchung von Proben eines Anfang Mai tot aufgefundenen Rehs ins Sillian wurde die DNA eines Goldschakals nachgewiesen.
Allen Schaf- und Ziegenhalter*innen wird aufgrund der allgemeinen Präsenz von Großraubtieren dringend empfohlen, ihre Tiere auf den Heimweiden mit einem wolfsabweisenden Elektrozaun zu schützen.
Weitere Informationen auch zu effizienten elektrischen Schutzzäunen: www.tirol.gv.at
Text: Redaktion, Symbolfoto: AdobeStock/Jutta Adam