Tiroler Lebensmittelhandel setzt auf Regionalität

In der Meistermetzgerei Ortner im City-Center in Lienz thematisierte die Wirtschaftskammer Tirol am 6. Juni 2014 die Bedeutung von Nahversorgung und Regionalität.

In Tirol spielen die 1 296 Nahversorger nicht nur wirtschaftlich eine große Rolle. In den abgelegenen Tälern sind sie oft die einzigen, bei denen man Lebensmittel kaufen kann, ohne auf ein Auto angewiesen zu sein. Das Gremium Lebensmittelhandel der Wirtschaftskammer Tirol unterstreicht die Bedeutung der Händler vor Ort mit der Imagekampagne „Aus der Region – zum Greifen nah! Ihr Nahversorger vor Ort“.

Andreas Ortner: „Regionalität darf nicht verloren gehen. Sie kann eine Nische auf unserem Weg in die Zukunft sein."

Andreas Ortner: „Regionalität darf nicht verloren gehen. Sie kann eine Nische auf unserem Weg in die Zukunft sein.“

In der Meistermetzgerei Ortner im Lienzer City-Center stellte die Wirtschaftskammer am Freitag, 6. Juni 2014, die Kampagne vor. „Das, was regional produziert wird, soll auch im heimischen Handel angeboten werden. Wir wollen mit der Kampagne die Konsumenten dahingehend sensibilisieren, dass in Tirol Lebensmittel mit hoher Qualität produziert und über die Nahversorger angeboten werden“, so Mag. Stefan Wanner von der Sparte Handel der WK Tirol.

Meistermetzger Andreas Ortner berichtete, dass es in den letzten Jahren immer mehr gelungen sei, Produzenten zu motivieren, regionale Spezialitäten über den Handel anzubieten. „Bei uns in Osttirol ist auch die Haltbarkeit ein Thema. Hauswürstel und Speck unserer Metzger sind beispielsweise auch bei den Urlaubsgästen ein Renner“, betonte Ortner.

Michael Aichner: „Wir planen auch ein Leader-Projekt zum Thema Regionalität und Nahversorger. Wichtig ist, dass nicht nur verlässlich und in gleichbleibend hoher Qualität produziert wird, sondern dass auch die Logistik funktioniert."

Michael Aichner: „Wir planen auch ein Leader-Projekt zum Thema Regionalität und Nahversorger. Wichtig ist, dass nicht nur verlässlich und in gleichbleibend hoher Qualität produziert wird, sondern dass auch die Logistik funktioniert.“

Der Osttiroler WK-Obmann Michael Aichner wies auf den Erfolg der „Heimvorteilstage“ hin, die heuer bereits zum zehnten Mal veranstaltet werden. „Dass inzwischen auch Interspar unsere in Osttirol produzierten Produkte anbietet, ist ein Beweis für den Erfolg dieser Aktion“, so Aichner. Die Zusammenarbeit zwischen dem Handel und den regionalen Lieferanten sei professionell. „Es ist uns gelungen, Regionalität im Bezirk vermehrt zu etablieren. Ich denke in diesem Zusammenhang nicht nur an Fleisch- und Wurstwarten, die zum Beispiel Andreas Ortner in bester Qualität an den Handel liefert, sondern auch an Kartoffel, Eier, Käse oder Senf“, meinte der WK-Obmann.

Auch KR Marcus Wörle, Obmann des Tiroler Lebensmittelhandels, unterstrich die steigende Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen regionalen Produzenten und den Nahversorgern. „Im Bezirk Lienz ist zum Beispiel auch das Osttiroler Berglamm sehr erfolgreich. Regionalität liegt voll im Trend, das ist für den heimischen Handel und die kleinen, heimischen Produzenten eine große Chance“, so Wörle abschließend.

Text: Redaktion, Fotos: Osttirol heute

 

 

07. Juni 2014 um