Strategische Ausrichtung dominierte 2014 beim RMO
Das Abschließen von Projekten und die Vorbereitung auf die neue EU-Strukturfondsperiode 2014-2020 prägten das Jahr 2014 beim Regionsmanagement Osttirol.
Die neue EU-Strukturfondsperiode begann am Papier 2014, mit den Vorbereitungen waren Vorstand und MitarbeiterInnen des Regionsmanagements Osttirol (RMO) aber im Vorjahr noch stark beschäftigt. „Die Erarbeitung der künftigen LEADER-Strategie war neben dem positiven Abschließen der Projekte aus der ausklingenden Strukturfondsperiode 2007-2013 die Hauptarbeit im vergangenen Jahr“, berichtete Obmann Bgm. Erwin Schiffmann bei der Generalversammlung am Mittwoch, 6. Mai 2015, im Sparkassensaal in Lienz. In zahlreichen Workshops und Einzelgesprächen sei die Strategie für die LEADER-Bewerbung und mit den Partnern des Interreg-Rates parallel dazu eine grenzüberschreitende Strategie erarbeitet worden.
Mit dem Projekt Alpinfonet werden Informationssysteme aus den Bereichen Mobilität und Tourismus verbunden und verbessert. Reisende und Touristen werden damit besser mit Informationen zu Fahrplänen und attraktiven Ausflugszielen versorgt.
Neben der lokalen und grenzüberschreitenden Entwicklungsstrategie nannte Geschäftsführer DI Michael Hohenwarter auch die Einbindung der Ergebnisse von „Vordenken für Osttirol“ und den Schwerpunkt Gleichstellung von Frauen und Männern als wichtige Teile der strategischen Arbeit. Je vier LEADER- und Interregprojekte sowie 23 Interreg-Kleinprojekte sind 2014 durch das RMO bearbeitet worden. „Das Interreg-Projekt Alpinfonet schließt in die Fahrplanauskünfte des Linienverkehrs auch Bedarfsverkehre – wie Taxis, Wanderbusse, Hüttentaxis oder das DefMobil – ein. Im Bereich Kleinprojekte haben wir uns beispielsweise mit der Arbeitssituation von Jugendlichen in Osttirol, im Südtiroler Pustertal und im Oberen Belluno beschäftigt“, nannte Hohenwarter zwei Beispiele.
Beim vom RMO organisierten LINC-Kongress trafen sich über 200 Personen aus ganz Europa in Sillian, um sich über die Entwicklung des ländlichen Raumes auszutauschen.
Im Rahmen der „Freiwilligenpartnerschaft Tirol“ wurde im Spätherbst beim RMO ein Freiwilligenzentrum installiert. „Mag. Monika Reindl-Sint hat als Freiwilligenkoordinatorin die Aufgabe, Menschen, die sich freiwillig engagieren möchten, und Organisationen, die Freiwillige suchen, zusammenzubringen“, so Erwin Schiffmann dazu. Den Auf- und Ausbau der Freiwilligenpartnerschaft nannte Michael Hohenwarter neben dem E-Carsharing, den Themen Gleichstellung der Frau und „Zukunft der Gemeinden“ (Breitbandkonzepte, Ausbau von Verwaltungskooperationen) als wichtigste Schwerpunkte für die Zukunft. „Am intensivsten werden wir aber auch im heurigen Jahr mit unseren Kernaufgaben Projektentwicklung und Förderberatung beschäftigt sein“, so Hohenwarter.
Zweieinhalb Tage wurde beim LINC-Kongress diskutiert und entwickelt. Auch der gemeinsame Sport und die Unterhaltung kamen nicht zu kurz.
DI Christian Stampfer vom Land Tirol berichtete über Aktuelles aus der EU-Regionalförderung und zeigte sich optimistisch, was die neuerliche LEADER-Bewerbung Osttirols betrifft. „Bereits in der ersten Phase wurde Osttirol sehr gut bewertet, und auch jetzt in der zweiten Phase entwickelt sich der Bezirk immer mehr in Richtung 185 Punkte-Schwelle. Schon in der vergangenen Periode war Osttirol mit rund 6 Mio. Euro Fördervolumen im Vergleich mit den anderen 77 Regionen finanziell sehr gut ausgestattet. Die anderen Regionen haben durchschnittlich nur etwa die Hälfte – also ca. 3 Mio. Euro – an Förderungen ausgezahlt bekommen“, so Stampfer.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: RMO

