RGO: Konzernumsatz 2013 leicht gesunken

Während in der Mutterfirma der Umsatz um 2,2 % gesteigert werden konnte, musste man im Tochterunternehmen, der RGO Bau GmbH, 2013 ein Minus von 14,9 % hinnehmen.

Nach kontinuierlichen Steigerungen in den letzten Jahren ist – auch aufgrund der allgemeinen Rahmenbedingungen – der Konzernumsatz der Raiffeisengenossenschaft Osttirol (RGO) im Berichtsjahr 2013 leicht gesunken. Trotzdem befindet man sich lt. Angaben der Verantwortlichen im operativen Bereich in einer sehr guten Position und blickt mit berechtigtem Optimismus in die Zukunft – so lässt sich die 72. Vollversammlung der RGO am 11. April 2014 kurz & knapp zusammenfassen.

Volles Haus bei der 72. Vollversammlung der RGO in der LLA in Lienz

Volles Haus bei der 72. Vollversammlung der RGO in der LLA in Lienz

Zu Beginn des Abends begrüßte RGO-Obmann ÖR Ing. Franz Ganeider die zahlreich erschienenen Mitglieder und Ehrengäste, unter ihnen auch Gaimbergs Bürgermeisterin Martina Klaunzer, Bezirksbäuerin Anna Frank, die drei Osttiroler Landtagsabgeordneten Josef Schett, DI Hermann Kuenz und Martin Mayerl, als Vertreter des Raiffeisenverbandes Tirol, Mag. Josef Kruckenhauser, aus Kärnten Vorstandsdir. DI Arthur Schifferl, weiters Bezirkslandwirtschaftskammerobmann ÖR Friedl Schneeberger, WK-Bezirksstellenobmann Michael Aichner, FAG-Vorstand Mag. Karl Poppeller, RLB-Lienz Dir. Karl Brunner, LLA-Dir. DI Alfred Hanser, Vertreter von Nachbargenossenschaften und anderen landwirtschaftlichen Organisationen sowie aus verschiedenen Osttiroler Gemeinden.

Dir. DI Thomas Diemling: „Im Konzern waren 2013 im Jahresdurchschnitt 147 MitarbeiterInnen (125 davon in der Genossenschaft, 22 in der GmbH) beschäftigt. Damit ist der Personalstand im Vergleich zum Vorjahr um fünf gestiegen.“

Dir. DI Thomas Diemling: „Im Konzern waren 2013 im Jahresdurchschnitt 147 MitarbeiterInnen (125 davon in der Genossenschaft, 22 in der GmbH) beschäftigt. Damit ist der Personalstand im Vergleich zum Vorjahr um fünf gestiegen.“

RGO-Direktor DI Thomas Diemling ging in seinem Bericht auf den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens RGO ein, das angesichts gesetzlich festgelegter Grenzen für Umsatz und Bilanzsumme in den letzten Wirtschaftsjahren eine markante Größenordnung erreicht hat. Aus diesem Grund legte man im Rahmen der 72. Vollversammlung erstmals auch einen Konzern-Bericht und eine Konzern-Bilanz vor.

Zwei Ereignisse im Vorjahr wirkten sich lt. Geschäftsbericht negativ auf das Unternehmen aus: Zum einen der Felssturz auf der Felbertauernstraße und zum anderen die Insolvenz der Alpine Bau GmbH. Aufgrund der Sperre der Felbertauernstraße musste die RGO ihre Transporte über z.T. erheblich längere Ausweichrouten durchführen, die daraus entstandenen Mehrkosten konnten nur teilweise durch eine Landesförderung aufgefangen werden. Ein massiver Forderungsaufall war für die RGO und die RGO Bau GmbH durch den Konkurs der Alpine Bau GmbH zu verkraften. Gleichzeitig verlor man damit einen wichtigen Kunden.

Wenngleich die Bilanzsumme 2013 um 1,3 Prozent sank, kann das Unternehmen auf erfreuliche 53,4 Prozent Eigenkapitalanteil verweisen. Damit erhöhte sich das buchmäßige Eigenkapital im Bilanzjahr um 7,1 Prozent. An Positionen des Fremdkapitals wurden zum 31.12.2013 insgesamt 11.886 TS Euro ausgewiesen, was 46,6 Prozent des bereinigten Gesamtkapitals entspricht. Die Bankverbindlichkeiten konnten gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent gesenkt werden. Die Betriebserträge sind im laufenden Jahr um 7,9 Prozent und die Betriebsaufwendungen um 5,9 Prozent gestiegen. Damit hat sich in der operativen Geschäftstätigkeit die Relation zwischen Erträgen und Kosten leicht verbessert bzw. ist der Betriebserfolg damit von 1.120 TS Euro auf 1.396 TS Euro gestiegen.

In den einzelnen Sparten zeigte der Rückblick auf 2013 ein unterschiedliches Bild: In der Sparte Vieh konnten die Absatzzahlen im ersten vollen Jahr im neuen Viehmarktzentrum zwar gesteigert werden, die wirtschaftlich schwierige Situation v.a. am Hauptmarkt Italien wirkte sich jedoch negativ auf die Spanne aus. Mit der Errichtung der neuen Photovoltaikanlage auf den Stallungen hofft man in Zukunft auf zusätzliche Erträge. In der Sparte Agrar ist die Verkaufsmenge im Bezirk Lienz selbst relativ deutlich gesunken, der Mischfutterabsatz in Italien konnte hingegen gesteigert werden. Leichte Umsatz-Rückgänge in Nordtirol wurden in Salzburg aufgefangen. Keinen weiteren Umsatzzuwachs gab es in der Werkstätte (Sparte Technik), im Maschinenhandel konnte hingegen ein deutliches Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet werden. In der Sparte Energie stieg der Treibstoffabsatz in der BP-Tankstelle in Sillian aufgrund des Tanktourismus aus Südtirol, in Matrei hingegen verzeichnete man aufgrund der Sperre der Felbertauernstraße ein deutliches Minus. Bei den HG-Märkten konnte der Umsatz in Summe leicht erhöht werden bzw. gelang es, die Märkte insgesamt in einem schwierigem Umfeld gut zu positionieren. Die Filialen in Kals und Prägraten werden jedoch geschlossen werden müssen. Nach einem außergewöhnlich guten Vorjahr gestaltete sich das Marktumfeld für die RGO Bau GmbH 2013 als äußerst schwierig. In Anbetracht der Umstände fiel das Minus jedoch nach Aussagen der Verantwortlichen noch glimpflich aus.

Die weitere geschäftliche Entwicklung des Gesamtunternehmens lässt sich aktuell laut RGO-Führung noch nicht exakt abschätzen, doch rechnet man für 2014 mit einem insgesamt zufriedenstellenden Ergebnis.

Mag. Karl Poppeller schied im Rahmen der 72. Vollversammlung aus dem RGO-Aufsichtsrat aus. Aufsichtsratsvorsitzender Josef Lugger – im Bild mit Obmann Ing. Franz Ganeider und Dir. DI Thomas Diemling – sprach ihm seinen Dank für die langjährige Tätigkeit aus.

Mag. Karl Poppeller schied im Rahmen der 72. Vollversammlung aus dem RGO-Aufsichtsrat aus. Aufsichtsratsvorsitzender Josef Lugger – im Bild mit Obmann Ing. Franz Ganeider und Dir. DI Thomas Diemling – sprach ihm seinen Dank für die langjährige Tätigkeit aus.

Text: J. Hilgartner, Fotos: Osttirol Journal

12. April 2014 um