Felbertauern: Neuregelung der Maut erst nächste Woche
Der Aufsichtsrat der Felbertauernstraße AG diskutierte am 11. November über die weitere Vorgangsweise bei der Maut – Beschluss derzeit zur Unterzeichnung im Umlauf.
Einen Beschluss über die weitere Vorgangsweise bei der Maut für Pkw und Lkw versuchte der Aufsichtsrat der Felbertauernstraße AG (FAG) unter Vorsitz von Landeshauptmann Günther Platter bei der Sitzung am Dienstag, 11. November 2014, zu fassen. „Da mehrere Aufsichtsrats-Mitglieder verhindert waren, konnte kein Beschluss gefasst werden. Es wurde deswegen ein Umlaufbeschluss auf den Weg geschickt. Ich kann deswegen erst Anfang nächster Woche über den Inhalt detailliert etwas sagen“, so FAG-Vorstand Mag. Karl Poppeller.
Bei der Lkw-Maut soll es ein Rabattierungssystem geben. Derzeit fahren Lkw aus den so genannten Anrainerbezirken (Tiroler Bezirke, Zell am See, Hermagor, Spittal an der Drau) günstiger über den Felbertauern, und Osttiroler Unternehmer zahlen noch weniger Maut. „Mit dem neuen System werden jene Firmen weniger zahlen, die öfter mit Lkw über den Felbertauern fahren. Das ist dann wie in einem Geschäft: Wer mehr kauft, bekommt einen Rabatt“, erklärt dazu Poppeller.
Bei der Pkw-Maut läuft derzeit ein Vertragsverletzungsverfahren bei der Europäischen Union, weil ein deutscher Staatsbürger bzw. eine Staatsbürgerin sich wegen der Mautbefreiung für die Osttiroler bzw. wegen der ermäßigten Maut für die Anrainerbezirke ungerecht behandelt fühlte. Die Maut für Pkw beträgt derzeit 10 Euro, für Pkw aus den Anrainerbezirken (gleiche wie bei Lkw-Maut siehe oben) 8 Euro. „Bei der Pkw-Maut sind noch einige europarechtliche Fragen zu klären, aber auch in dieser Angelegenheit wird in der nächsten Woche eine Regelung fixiert“, so der FAG-Vorstandsvorsitzende abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images
