Projekt „Neue Wege der Sinne“ im Virgental

Eine Gruppe kreativer Menschen aus dem Iseltal arbeitet derzeit an einem Weg-Projekt entlang der Isel von der Nikolauskirche in Matrei bis zu den Umbalfällen in Prägraten.

„Der Weg ist das Ziel? Stimmt! Unser Ziel ist der Weg!“ So beschreibt die Gruppe aus dem Iseltal ihr Projekt „Wege der Sinne“. Ziel ist es, dass die Besucher nicht nur die Landschaft erkunden, sondern in sich gehen, inne halten, verharren, hören, tasten, fühlen, riechen und schmecken. „Die stressgeplagten Menschen sollen den Alltag hinter sich lassen können, wenn sie auf diesen Wegen unterwegs sind“, erkärt dazu Bernd Lenzer. Gemeinsam mit Sebastian Rainer, Gerold Leitner, Michael Lang, Alois Oberwalder und Michael Fuetsch bildet er den Kern der Gruppe, die mit dem Projekt bestehende Wanderwege verbinden und die Attraktivität steigern will.

Bernd Lenzer, Sebastian Rainer und Alois Oberwalder stellten in Virgen vor Kurzem das Projekt „Wege der Sinne" vor.

Bernd Lenzer, Sebastian Rainer und Alois Oberwalder (v.l.n.r.) stellten in Virgen vor Kurzem das Projekt „Wege der Sinne“ vor.

„Sinne des Waldes“, „Weg der Sinne und Sagen“, „Formen der Natur“ und „Sinne des Wassers“ nennen die kreativen Köpfe die einzelnen Wegabschnitte. Der Themenweg soll bei der bekannten Nikolauskirche in Matrei beginnen und sich entlang der Isel über das Sonnendorf Virgen bis zu den imposanten Umbalfällen in Prägraten erstrecken. Der Wald soll in allen seinen beruhigenden Facetten erlebt werden können, verschiedene Tiere werden dazu monumental in Szene gesetzt. Am schon bestehenden Weg der Sinne werden die Sagen des Virgentales dargestellt.

Die Sage vom „Venedigermandl" soll am Weg durch ein Kunstwerk dargestellt werden.

Die Sage vom „Venedigermandl“ soll am bestehenden Weg der Sinne durch ein Kunstwerk veranschaulicht werden.

Baumriesen und ausgespülte Steinmonumente zeigen die „Formen der Natur“. Für Kinder soll auf diesem Abschnitt ein Spielbiotop errichtet werden. Auf dem Abschnitt „Weg des Wassers“ soll eine 115 Meter lange Hängebrücke das schmale, hundert Meter tiefe Tal über die junge Isel bei Prägraten überspannen. Entlang des Weges sollen bei mehreren Symposien Kunstwerke aus Stein und Metall entstehen.

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Im Rahmen einer Werbekampagne sollen die Menschen auf das „Tal der Sinne“ aufmerksam gemacht werden. „Die Felbertauernstraße soll dabei als touristische Zubringerstraße dienen“,  so Bernd Lenzer. Die Konzepterstellung kostete 15.000 Euro und wurde von der Gemeinde Virgen, dem Nationalpark Hohe Tauern und dem Tourismusverband Osttirol finanziert. An der Finanzierung des Projektes wird derzeit emsig gearbeitet. „Aufgrund einer Kalkulation aus dem Vorjahr gehen wir derzeit von Kosten in Höhe von 1,36 Mio. Euro aus“, so die Mitglieder der Projektgruppe.

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Am Freitag, 27. Februar 2015, können sich ab 19.30 Uhr  alle Interessierten in Virgen (Geschäftslokal gegenüber Gasthaus Neuwirt) ein Bild vom Projekt machen. Auch Miniaturmodelle der geplanten Kunst- und Bauwerke können besichtigt werden.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Hannes Berger, KK, Video: YouTube

21. Februar 2015 um