Molkerei Lienz: 6 Mitarbeiter von Änderungen betroffen
Die Weichkäse-Produktion wird von Lienz in die Steiermark verlegt. Tirol Milch-Obmann Stefan Lindner betont, dass kein Mitarbeiter gekündigt wird.
Nachdem nun entschieden wurde, dass die Produktion der beiden Weichkäse Graf Görz und Contessa Paola von der Molkerei Lienz in ein Berglandmilch-Werk in der Steiermark verlegt wird, gehen in der Osttiroler Politik wieder einmal die Wogen hoch. „Ich bedaure die scheibchenweise Demontage der Molkerei. Diese muss unbedingt verhindert werden. Ich fordere, dass typische, gute und erfolgreiche Osttiroler Produkte – wie Graf Görz und Contessa Paola – weiterhin in Lienz erzeugt werden“, so der freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Bürgermeister von St. Jakob in Defereggen, Mag. Gerald Hauser, in einer Aussendung.
Osttirol heute fragte bei Stefan Lindner, Obmann von Tirol Milch und Obm.-Stv. von Bergland Milch, nach, wie es mit der Molkerei in Lienz weitergehen soll. „Insgesamt beschäftigen wir derzeit in Lienz neun Mitarbeiter. Die sechs Mitarbeiter in der Produktion sind von der Verlegung der Weichkäse-Produktion betroffen. Ich möchte betonen, dass kein Beschäftigter gekündigt wird. Die betroffenen Mitarbeiter bekommen Angebote für Arbeitsplätze in unseren Werken in Wörgl bzw. Klagenfurt“, erklärt Lindner. Die Graukäse-Produktion verbleibe in Lienz. Außerdem gäbe es keine Änderung bei der Milchsammlung.
„Für unsere Osttiroler Milchbauern verändert sich nicht. Die Osttiroler Milch hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Rund 20 Mio. Liter Milch liefern die Osttiroler Bauern jährlich an uns. Von der Tirol Milch wird dieser hochwertige Rohstoff aus Tirol veredelt und unter dem Level Bergbauern-Produkte am Markt abgesetzt“, erklärt dazu Lindner. Rund 1,2 Mrd. Liter Milch verarbeitet die Berglandmilch jährlich, 230 Mio. Liter die Tirol Milch. „Knapp 10% dieser Tiroler Milch liefern die Bauern des Bezirkes Lienz an uns. Die Liefermengen sind in den letzten Jahren sogar kontinuierlich angestiegen. Die ausgezeichnete Qualität der Osttiroler Milch ist für die Tirol Milch und die Berglandmilch unverzichtbar“, so Stefan Lindner abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images
