Mein Lieblingsplatz: Der Löbbensee in Matrei in Osttirol

Ein Geheimtipp unter Naturliebhabern und Bergwanderern, die ruhige Plätze im Hochgebirge suchen, ist der Löbbensee auf 2.225 Metern Seehöhe in der Venedigergruppe.

Wir starten beim Matreier Tauernhaus (1.512 m) in der Nähe des Südportals des Felbertauerntunnels. Unser Ziel ist der Löbensee – ein wunderschöner Platz in der Hochgebirgs-Welt der Venedigergruppe. Der See liegt im Osten des Gschlößkammes zwischen dem Vorderen Plattenkogel im Nordwesten, dem Hinteren Plattenkogel im Westen und dem Spitzkogel im Südosten. Der rund 3 Hektar große Karsee präsentiert sich meist in den Farben blau und türkis.

 

Der Abfluss des Löbbensees. Von hier aus kann man einen herrlichen Blick auf die Granatspitzgruppe und die Felbertauernstraße genießen.

 

Der Name des Löbbensees (auch Leip’msee genannt) leitet sich vom mundartlichen Wort Leipen (slowenisch lépen) ab, das die Bedeutung „großes Blatt“ oder vielleicht auch Platte hatte. Bei einer Untersuchung in den 1980er- Jahren wurde im Löbbensee eine Population Seesaiblinge beschrieben.

 

 

Wir starten beim Matreier Tauernhaus und biegen auf dem Weg ins Innergschlöß nach den letzten Almgebäuden links ab. Nun folgen wir den Wegweisern Richtung Wildenkogel bzw. Badener Hütte. Der Steig führt teilweise steil durch alpines Gelände –  Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich. Belohnt werden wir nach rund 2,5 Stunden Gehzeit von der großartigen Aussicht hinüber zur Granatspitzgruppe mit Muntanitz und Sudetendeutscher Hütte.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Ingemar Wibmer

31. August 2020 um