Junge Wirtschaft: Thomas Winkler ist neuer Obmann

Der neue Obmann ist seit einem Jahr Geschäftsführer des Dolomitenhofes in Tristach. Davor war er in einem Kosmetikkonzern in Wien und Paris tätig.

Bei einem Pressegespräch am Montag, 5. April 2016, stellte Mag. (FH) Thomas Winkler sich und sein Team der Jungen Wirtschaft Lienz in der Wirtschaftskammer vor. Der Osttiroler Wirtschaftskammer-Obmann Michael Aichner bedankte sich zunächst bei Mag. Hannes Mahl, der über zwei Jahre die Junge Wirtschaft „interimsmäßig“ geführt hatte. „Hannes konnte viele junge Unternehmerinnen und Unternehmer für die Junge Wirtschaft gewinnen und hat ausgezeichnete Veranstaltungen organisiert“, so Aichner. Anfang 2014 zählte die Organisation 217 Mitglieder, danach erfolgte eine Datenbankbereinigung auf etwa 100 Mitglieder. „Wir waren in den letzten zwei Jahren sehr darauf bedacht, dass junge UnternehmerInnen wieder beitreten. Mit aktuell 287 Mitgliedern haben wir zu alter Stärke zurückgefunden. Seilschaften bilden war mir immer wichtig – nicht nur beim Glockner Summit. Bei den Veranstaltungen haben wir unter anderem auch die Themen Marketing, Internet und Krisenmanagement diskutiert“, so Mahl in seiner Rückschau.

Mag. (FH) Thomas Winkler: „

Mag. (FH) Thomas Winkler: „Wir sehen uns als unpolitische Organisation, sind aber keinesfalls nur ein Partyverein. Die Senkung der Lohnnebenkosten und die Entbürokratisierung der Wirtschaft sind unsere wichtigsten Forderungen.“

Der neue Obmann ist 33 Jahre alt und im Hotel Moarhof in Lienz aufgewachsen. „Nach der Tourismusschule habe ich Internationale Wirtschaft an der Fachhochschule Kufstein studiert und war dann in einem Konzern der Kosmetikbranche in Wien und Paris tätig. Unser Nachwuchs war mit ausschlaggebend, dass ich gemeinsam mit meiner Frau nach Osttirol zurückgekehrt bin. Wir haben den Dolomitenhof in Tristach erworben, und ich bin dort als Geschäftsführer tätig“, stellte sich Thomas Winkler vor. Wissen vermitteln, Netzwerke schaffen und regionale Themen aufgreifen, sehe er als vordringliche Aufgaben des Ausschusses der Jungen Wirtschaft Lienz. Die Lohnnebenkosten zu senken und die Entbürokratisierung in der Wirtschaft nannte er als wichtigste Forderungen. „Wir haben in Österreich eine der höchsten Abgabenquoten in Europa. Um junge UnternehmerInnen zu entlasten,  könnte man zum Beispiel die Lohnnebenkosten für den 1. Mitarbeiter im 1. Jahr komplett abschaffen. So käme mehr Dynamik in den Arbeitsmarkt“, so der neue Obmann.

v.l.n.r.: WK-Obmann Michael Aichner, Ausschuss-Mitglied Martina Mellitzer (Klettergarten Hochstein), der neue Obmann Mag. (FH) Thomas Winkler, der alte Obmann Mag. Hannes Mahl, Ausschuss-Mitglied Rebecca Schett (Villgrater Natur), Walter Patterer (für die Junge Wirtschaft zuständiger Mitarbeiter in der Wirtschaftskammer)

v.l.n.r.: WK-Obmann Michael Aichner, Ausschuss-Mitglied Martina Mellitzer (Klettergarten Hochstein), der neue Obmann Thomas Winkler, der alte Obmann Hannes Mahl, Ausschuss-Mitglied Rebecca Schett (Villgrater Natur), Walter Patterer (für die Junge Wirtschaft zuständiger Mitarbeiter in der Wirtschaftskammer)

Als erste Veranstaltung hat der neue Ausschuss einen Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Crowdfunding – die andere Finanzierungsform von Projekten und Ideen“ organisiert (26. April, 19.00 Uhr, Wirtschaftskammer Lienz, Referent Walter Ischia). Im Mai wird die Arbeitslosigkeit im Bezirk in den Fokus gestellt. „Einerseits haben wir eine hohe Arbeitslosenrate, andererseits bereitet es uns – nicht nur im Tourismus – immer mehr Schwierigkeiten, Arbeitskräfte zu finden. Mit Vertretern des AMS und Unternehmern wollen wir dieser Problematik auf den Grund gehen“, kündigte Thomas Winkler eine Podiumsdiskussion zu einem heißen Thema an.

Der Sommercocktail findet heuer im Betrieb „Villgrater Natur“ in Innervillgraten statt, und im Herbst ist eine Veranstaltung zum Thema „Kommunikation und Marketing“ geplant. „Ich finde, dass die Junge Wirtschaft eine wichtige Plattform ist, wo man sich in einem guten Netzwerk über die verschiedensten Fragen austauschen kann – vor allem auch für Betriebe, die peripher gelegen sind. Das Problem, Fachkräfte zu finden, betrifft auch unser Unternehmen. Und im Austausch untereinander kann es durchaus gelingen, die eine oder andere unkonventionelle Idee im Bezirk umzusetzen“, betonte Ausschuss-Mitglied Rebecca Schett von der „Villgrater Natur“.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

05. April 2016 um