RMO-Projekt stellte Klima und Energie in den Fokus
Ausführlich mit dem Thema Energie beschäftigten sich das Regionsmanagement Osttirol, die Provinz Belluno und die Akademie der Toblacher Gespräche.
Schon seit Jahren arbeiten der Bezirk Lienz, das Südtiroler Pustertal und die Region Alto Bellunese eng zusammen. Im neuesten Gemeinschaftsprojekt beschäftigten sich der Planungsverband 35 vertreten durch das Regionsmanagement Osttirol und die Partner in Südtirol und Belluno mit den Themenfeldern Energie, Klima und Ressourcenverantwortung.
Ein Ziel des Projektes war es, Daten zu erheben, um CO2-Einsparungspotenziale ausfindig zu machen. In allen drei Regionen zeigte sich ein ähnliches Bild, nämlich dass der größte Hebel für CO2-Einsparung in einer umweltfreundlichen Mobilität liegt. „Bei der Mobilität müssen wir ansetzen, wenn wir der Tiroler Klimastrategie gerecht werden wollen“, meint dazu Klima- und Energiemodellregionsmanager René Schader, MSc. Als einen Lösungsweg, der zusehends auch wirtschaftlich attraktiv wird, sieht Schader die Elektromobilität. „Gerade in der Verknüpfung von Stromerzeugung am Hausdach und Speicherung der Energie in der Autobatterie liegt ein großes Zukunftspotenzial“, so Schader.
Das Projekt widmete sich auch dem nachhaltigen Tourismus. Nachhaltige Angebotspakete für Touristen – so genannte Ecotours – sollen entwickelt werden. Im Pustertal werden bereits derartige Programme angeboten – sie führen zum Beispiel in die Sonnenenergie-Vorzeigegemeinde Assling, zur Villgrater Natur in Innervillgraten oder zum Gasthof Unterwöger in Obertilliach. Eine grenzübergreifende Ecotour verbindet mit einer fünftägigen Radtour Ziele in Osttirol, Südtirol und dem Belluno.
„Es ist sehr spannend zu sehen, wie unsere Partner in Italien mit dem Thema Klimaschutz umgehen, da können wir uns auch noch etwas abschauen. Gemeinsam könnten wir uns zu einer Vorzeigeregion im Kontext von ressourcen- und energiesparendem Leben und Arbeiten entwickeln“, betont RMO-Geschäftsführer DI Michael Hohenwarter.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol Werbung
