Heiligenblut: „Haus der Steinböcke“ öffnet am 4. Juli seine Tore

Wo vor bald 50 Jahren der Grundstein für den Nationalpark Hohe Tauern gelegt wurde, wird das erfolgreiche Comeback des Steinbocks mit einer  Besuchereinrichtung gewürdigt.

Als „One-Stop-Shop“ von der Architekten Ronacher GmbH konzipiert, vereint das „Haus der Steinböcke“ Info- und Service-Point, Ausstellungsräume, Gastronomiebetrieb mit Aussichtsterrasse, Mehrzwecksaal, Nationalpark-Shop und Vereinssitz der offiziellen Sponsoring-Einrichtung des Nationalparks Hohe Tauern unter einem Dach. Auch der Tourismusverband Heiligenblut und die Bergführer sind hier untergebracht. Am Info- und Service-Point werden alle Fragen zu Erlebnis- und Erholungsangeboten in der Region beantwortet – ein Zimmer kann hier genauso gebucht werden, wie eine Tour auf den Großglockner.

Der König der Alpen verdient ein eindrucksvolles Heim, und deshalb setzt das „Haus der Steinböcke“ architektonisch wie ausstellungstechnisch neue Maßstäbe. So kann man hier den hochalpinen Lebensraum mit allen Sinnen erleben. Dass die erste Besuchereinrichtung mit Schwerpunkt Steinwild im deutschsprachigen Raum in Heiligenblut entstand, ist kein Zufall: Schließlich war die Nationalpark-Gründungsgemeinde im Juni 1960 Schauplatz der ersten erfolgreichen Steinbock-Freisetzungen im Glocknergebiet. Heute ist der Alpensteinbock untrennbar mit dieser Region und den Hohen Tauern verbunden. Seine imposante Statur und die beeindruckenden Kletterkünste machen ihn zum unangefochtenen Herrscher über die Bergwelt. Mit dem „Haus der Steinböcke“ würdigen der Nationalpark Hohe Tauern und die Gemeinde Heiligenblut das erfolgreiche Comeback des „Alpenkönigs“.

 

Der Raum mit der Felswand ist entlang der Wanderung durch die Ausstellung „Der König und sein Thron“ immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven im Blick des Besuchers und trägt damit ebenfalls zum Empfinden bei, tatsächlich einen Berg zu besteigen.

 

Der König und sein Thron

Die Ausstellungen bringen den Lebensraum Hochgebirge spannend und erlebnisorientiert näher. Das Herzstück dieses Angebotes bildet die Erlebnisausstellung „Der König und sein Thron“, die durch sieben Räume und drei Ebenen führt. Beim Spaziergang in der riesigen „Steilwand“ lernt man den Lebensraum Hochgebirge mit all seinen Facetten kennen. Die saisonalen und tageszeitlichen Wanderungen des mächtigen Steinbocks sind dabei ebenso authentisch nachvollziehbar, wie der Überlebenskampf in Hochgebirgshabitaten, die uns Menschen in der Regel verborgen bleiben. Neben zahlreichen Modellen und interaktiven Spielen bietet die Ausstellung auch filmische Höhenflüge.

Der Besucher kann entlang des Weges durch die Ausstellung wie bei einer Wanderung bergwärts aufsteigen. Im Zentrum steht eine Wand, die vor allem den Besonderheiten des Steinwilds, aber auch anderen Tieren und Pflanzen gewidmet ist.

Die Hohen Tauern vor 100 Jahren

Die Ausstellung zeigt Aufnahmen des leidenschaftlichen Hochgebirgsfotografen Dr. Karl Kaser (1861 – 1942), dessen Lebenswerk rund 400 Fotos umfasst. Die malerischen Aufnahmen aus der Glockner-, Ankogel- und Goldberggruppe sind mehr als ästhetische Zeugnisse. Sie erzählen auch vom Wandel unserer Hochgebirgslandschaft und dem Rückgang der Gletscher.

 

Das „Haus der Steinböcke“ im Zentrum von Heiligenblut nimmt am Samstag, 4. Juli 2020, seinen Betrieb auf

Öffnungszeiten:
4. Juli bis 30. September: täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr
1. bis 31. Oktober: täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr

Die offizielle Eröffnung ist für Ende September 2020 geplant, der genaue Termin steht noch nicht fest.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Peter Rupitsch

05. Juni 2020 um