Frauen-Mentoring-Projekt des RMO geht weiter

Das Interreg Italien-Österreich-Projekt „Frauen entscheiden – Donne che decidono“ findet in der Region Osttirol nach dreimonatiger Projektphase im Herbst seine Fortsetzung.

Das Interreg-Projekt „Frauen entscheiden“, das von Partnern in Salzburg, Kärnten, Südtirol, Udine und Friaul-Julisch Venetien getragen wird, wird in der Region Osttirol seit März dieses Jahres vom RMO (Regionsmanagement Osttirol) erfolgreich umgesetzt. Ziel der Aktion ist es, den Frauenanteil in Entscheidungsgremien zu erhöhen, sie zur Mitarbeit bei Projekten zu motivieren sowie die Umsetzung von Aktivitäten durch Frauen zu steigern.

Konkret fanden dazu in Abstimmung mit dem RMO unter der Leitung von Geschäftsführer Michael Hohenwarter zahlreiche Aktivitäten statt, wobei in Osttirol vor allem das Thema Mentoring – also eine „ehrenamtliche Förderbeziehung“ zwischen zwei Personen zum Weitergeben von Erfahrungswissen – im Fokus stand. Insgesamt 15 dieser Mentor-Mentee-Paare bildeten sich im Laufe der Zeit, und in etwa 40 Einzelgesprächen und mehreren Gruppentreffen tauschten sie sich in Eigenorganisation zu wichtigen Inhalten wie Beruf, Karriere, Selbstständigkeit oder Familie aus.

RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter möchte Frauen aus der Region unterstützen.

RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter möchte Frauen aus der Region unterstützen.

Projektleiterin Ulli Madritsch berichtet: „Wir haben darüber hinaus auch Aktivitäten wie Outdoor-Training in Tristach absolviert und dazwischen immer wieder Arbeitstreffen organisiert. Auch die Mentore profitieren von dieser Erfahrung. Aus den einzelnen Mentor-Mentee-Paaren sind sogar schon Projekte in den Bereichen Mode, Handwerk und Ernährung entstanden“, freut sich die Projektleiterin und findet die Offenheit in der Gruppe bemerkenswert.

Für die Umsetzung des Projekts in der Region Osttirol nahm das RMO rund 11 000 Euro in die Hand. Geschäftsführer Michael Hohenwarter meint: „Wir wollen, dass junge und gut ausgebildete Frauen in der Region bleiben und Wertschätzung erhalten. Sie sollen ihre weiblichen Qualitäten wie etwa Konsensfähigkeit einbringen können. Wir wollen das mit diesem Projekt ermöglichen und ihnen eine Stütze sein!“

 

Im Rahmen des Pressegespräches zeigten sich auch die Mentorinnen Barbara Widemair von BOBs Designs und TCM-Ärztin Daniela Zojer überzeugt vom Vernetzungsprojekt. „Das hat mich sofort interessiert,“ sagt Modemacherin Widemair, „denn man konnte frei mit seinen Mentees arbeiten und auch für mich habe ich viel aus dieser Erfahrung mitgenommen.“ Auch Ärztin Daniela Zojer wertet dieses Projekt als unkomplizierte Gelegenheit für Frauen, weiterzukommen. „Ich habe hier Frauen aus allen Kategorien und Bereichen getroffen. Mich fasziniert der Gedanke, dass Frauen Frauen helfen können, denn das ist nicht selbstverständlich.“

Die zum Projekt entstandene Internet-Plattform www.donne-eu.net bietet noch mehr Infos zum Thema und fungiert als Vernetzungsforum und ExpertInnen-Portal. Wie Projektleiterin Ulli Madritsch ankündigt, findet „Frauen entscheiden“ im Herbst eine Fortsetzung. Zwischen Oktober und Dezember sind dazu mehrere Programmpunkte geplant.

Text und Fotos: Judith Goritschnig

27. August 2013 um