Flugplatz: Neue Halterschaft will für mehr Spirit sorgen
Eine Trendumkehr bei den Flugbewegungen will die neue Betriebs-Gesellschaft des Flugplatzes Lienz-Nikolsdorf schaffen. Gastronomiebetrieb ist geplant.
Über die Gründung der Flugplatz Lienz/Nikolsdorf Betriebs-GesmbH und über die Pläne für die Zukunft berichteten Geschäftsführer Wolfgang Steiner, Betriebsleiterin Andrea Moser sowie verschiedene Stakeholder am Mittwoch, 11. März 2015, am Flugplatz Lienz-Nikolsdorf bei einer Pressekonferenz. „Am 10. Dezember 2014 haben wir die neue Betriebs-Gesellschaft gegründet. Mit dem am 3. März 2015 von der BH Lienz zugestellten Bescheid haben wir nun auch die luftfahrtrechtliche Genehmigung in Händen. Die zivilrechtliche Halterschaft ist schon seit 1. Jänner 2015 im Einvernehmen mit dem Tourismusverband über die Bühne“, berichtete der einstimmig bestimmte Geschäftsführer Wolfgang Steiner. Stabilität und Sicherheit sowie einen wirtschaftlichen, auf die Kundenbedürfnisse ausgerichteten Flugbetrieb nannte er als seine wichtigsten Ziele.
„Thermisch haben wir am Flugplatz Nikolsdorf die besten Voraussetzungen südlich des Alpenhauptkamms, im Zusammenhang mit dem Thema Fliegen & Golfen werden wir gerne in einem Atemzug mit Cannes und Wiener Neustadt genannt. Ob Pilot, Flugzeugbesitzer, Geschäftsreisender, Flugschüler oder einfach nur am Fliegen Interessierter – wir wollen als Betreibergesellschaft alle Kundengruppen zufriedenstellen und für neuen Spirit am Platz sorgen“, so der Geschäftsführer.
Die größten Gesellschafter sind mit 26% der Planungsverband Lienzer Talboden, mit 25% der TVBO sowie jeweils 15% der Fliegerclub Lienzer Dolomiten und Mitglieder des Dolomiten Aeroclub. Das Gesellschaftskapital beträgt 100.000 Euro (35.000 Euro plus 65.000 Euro Aufgeld). „Wir wollen die Frequenz von Geschäftsreisenden ausbauen, wieder ein gewerberechtliches Flugtaxiunternehmen ansiedeln, Leihfahrräder und ein Leihauto zur Verfügung stellen sowie ein gastronomisches Angebot schaffen“, berichtete Wolfgang Steiner von Zukunftsplänen. Das größte Ziel sei aber, eine Umkehr bei den Flugbewegungen herbeizuführen. Derzeit werden rund 9.000 Flugbewegungen im Jahr registriert. „In den 1980er-Jahren waren es 20.000 bis 25.000 Starts bzw. Landungen jährlich. Diese Frequenz streben wir wieder an“, so der Geschäftsführer.
Erleichtert zeigte sich der Dölsacher Bürgermeister und Obmann des Planungsverbandes 36 Josef Mair. „Wir hatten gute Mitstreiter, die an den Flugplatz Lienz-Nikolsdorf geglaubt haben. Wichtig ist mir, dass vom Flugplatz die Wirtschaft und die Region profitieren“, betonte Mair.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

