Erfolgreicher „Durchstich“ auf der Glocknerstraße
Ein Lebenswunsch erfüllte sich für die streitbare Rauriser Wirtin Frieda Nagl, als sie beim diesjährigen „Durchstich“ am 26. April auf der Hochalpenstraße dabei sein durfte.
Die Schneeräumungsarbeiten auf der Großglockner Hochalpenstraße dauerten knapp zwei Wochen, und so konnte auf der Passhöhe Hochtor auf 2.504 Metern Seehöhe am Dienstagvormittag, 26. April, der „Durchstich“ erfolgen. Am Freitag, 29. April, wird die Straße für den Verkehr freigegeben, und man kann zu Saisonbeginn wieder zwischen fünf und acht Meter hohen Schneewänden durchfahren. Auch erste noch etwas müde Murmeltiere sollen bereits zu sehen sein.

„Der diesjährige Winter war relativ mild, trotzdem gab es immer wieder ausgiebige Schneefälle sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite. Wir haben mit den Räumungsarbeiten planmäßig begonnen, jetzt zum Ende hin hat uns der Neuschnee aber ziemlich viel Arbeit bereitet“, so Peter Embacher, Leiter der Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG). Rund 500.000 Kubikmeter Schnee wurden in zwei Wochen von 15 Männern und den vier inzwischen über sechzig Jahre alten „Rotationspflügen System Wallack“ sowie weiteren zehn Maschinen und Testgeräten bewegt – ein riskantes Unterfangen, das viel Erfahrung erfordert. Viele Abschnitte müssen gesichert, an manchen Stellen Lawinen gesprengt werden.

Einen Lebenswunsch erfüllte GROHAG-Vorstand Dr. Johannes Hörl Frieda Nagl aus Rauris. Die Wirtin des Gasthofs Alpenrose wurde im September 2014 in ganz Österreich bekannt, als sie bei den TV-Sommergesprächen mit ÖVP-Chef Dr. Reinhold Mitterlehner vor laufender Kamera ausgiebig „diskutierte“. Es war immer schon der Wunsch der streitbaren Wirtin, bei einem „Durchstich“ auf der Glocknerstraße mit dabei zu sein.

Der Durchzug von Nord nach Süd sowie die Auffahrt zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und der Edelweiß-Spitze werden am Freitag, 29. April, für den Verkehr freigegeben.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: grossglockner.at
