Ein Schutzhaus in neuem Gewand
Dem ÖTK Sektion Lienz ist es gelungen, ein besonderes Ausflugsziel für Wanderer und Bergsteiger – die Kerschbaumer Alm – zu modernisieren.
Vor knapp vier Jahren wurde aufgrund behördlicher Auflagen ein notwendiger Beschluss gefasst, die Schutzhütte ‚Kerschbaumer Alm‘ in den Lienzer Dolomiten zu sanieren und die Bewirtschaftung über die Sommermonate abzusichern. Um den erforderlichen Neuausbau überhaupt erst zu ermöglichen, musste zur Erschließung der Hütte und der umliegenden Alm zuerst eine Materialseilbahn errichtet werden.
Auf dem Modernisierungsplan standen eine Kläranlage sowie ein neuer Zubau für notwendige Sanitär- und Pächterräumlichkeiten. Mit dem Ausbau erfuhren die geräumigen Zimmer und Lagerunterkünfte, deren gemütlicher Charakter beibehalten wurde, eine erhebliche Qualitätsverbesserung. Der Zubau, passend zum Gesamtbild umgesetzt und aktuell außen auch schon fertiggestellt, soll in der ersten Augusthälfte mit der sanitären Einrichtung ausgestattet werden.
Der bestehende Hüttenbau selbst aus den Jahren 1925/1926, damals schon mit getäfelten Räumen sowie einer schönen Zirbenstube versehen, konnte beibehalten und mit dem kubischen Zubau nun modernisiert und sinnvoll erweitert werden. Die bisher getätigten Investitionen, wie auch der weitere Endausbau des Obergeschosses, waren bzw. sind trotz des Einsatzes freiwilliger Helfer ohne die Unterstützung durch Spendengelder (Kontoverbindung für Unterstützungsbeiträge: Lienzer Sparkasse, IBAN AT182050700000008433, BIC:LISPAT21XXX) nicht umzusetzen.
Das Kerschbaumer Alm-Schutzhaus ist nicht nur ein beliebtes Tagesausflugsziel für Familienwanderungen, sondern auch Ausgangspunkt für Berg- und Rundwanderungen (u.a. auf den Spitzkofel, die Gamswiesen- und Weittalspitze sowie diverse umliegende Klettersteige) und dient als Stützpunkt für den großen Törlweg, die 360°-Osttirol-Umrundung und für die Nord-Ost-Verbindung „Sappada-Tour“.
Text: Wirtschaftsredaktion, Foto: ÖTK Lienz/Dr. Falkner
