Drei Varianten stehen am Felber zur Auswahl
Am 17. September 2013 entscheidet der Aufsichtsrat der Felbertauernstraße AG, wie es auf der Hauptstrecke der wichtigen Nord-Süd-Verbindung weitergehen wird.
Mit Eröffnung der Ersatzstraße am 27. Juli 2013 ist auf der Felbertauern-Route fast schon wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Der Verkehr rollt ungehindert über die Umfahrungsstraße, letzte Spuren des kleinen Erdrutsches vom vergangenen Donnerstag, 29. August, werden beseitigt. „Wir haben durch dieses kleine Felssturzereignis den einspurigen Abschnitt der Umfahrungsstraße etwas verlängern müssen. Um einem Nachrutschen des Hanges bei starken Niederschlagsereignissen vorzubeugen, führt die Firma HTB in diesem Bereich zurzeit umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durch“, erklärt dazu Vorstandsdirektor Mag. Karl Poppeller. Der Vorstand der Felbertauernstraße AG ist derzeit intensiv mit der Ausarbeitung eines Vorschlages für die Aufsichtsratssitzung am Dienstag, 17. September 2013, beschäftigt. „Bei dieser Sitzung wird dann endgültig festgelegt, wie es mit der Hauptstrecke – also im Wesentlichen mit dem vom Felssturz betroffenen Abschnitt bei der Schildalmgalerie – weitergehen soll“, erklärt dazu der Vorstandsdirektor.
Direktor Mag. Karl Poppeller: „Der Vorstand der FAG hat drei Varianten für die Hauptstrecke ausgearbeitet. Welche schlussendlich zum Tragen kommt, entscheiden die Aufsichtsräte am 17. September.“
Gemeinsam mit Technikern und Geologen werden drei Varianten ausgearbeitet und dem Aufsichtsrat am 17. September zur Beschlussfassung vorgelegt. Variante eins sieht vor, den massiv beschädigten Straßenabschnitt wieder so herzurichten, wie er ursprünglich war – inklusive Steinschlaggalerie und umfassenden Sicherungsvorrichtungen im Gelände. Im zweiten Lösungsvorschlag ist ein rund 1,5 Kilometer langer Tunnel vorgesehen, der im Bereich nach dem Landeckparkplatz taleinwärts in den Berg gegraben werden soll. „Kurz vor dem Südportal sollten bei dieser Variante die Fahrzeuge wieder aus dem Tunnel herauskommen“, so Poppeller dazu. Die dritte Variante geht von einer Neutrassierung der Felbertauernroute im vom Felssturz betroffenen Bereich im hintersten Tauerntal aus. „Bei dieser Variante wird die Schildalmgalerie umfahren. Die Ersatzstraße wäre von einer solchen neuen Trasse nicht betroffen“, so der Vorstandsdirektor. Über die derzeit bestehende Straße sollte nämlich der Verkehr weiterhin rollen, während die neue Trasse gebaut würde.
Derzeit wird weiterhin intensiv an der Absicherung der Sturzbahn und der Abrissränder gearbeitet, die Sicherung der Abbruchstelle selbst ist bereits abgeschlossen. „Bevor wir wirklich mit der Entfernung von Betonteilen bei der Schildalmgalerie beginnen können, muss auf diesem größtenteils zerstörten Straßenabschnitt auch Sicherheit für die Arbeiter hergestellt werden“, erklärt Poppeller abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Mühlburger, Brunner Images
