Coop-Tischler helfen dem Osttiroler Zirbenwald

Die Tischler starten gemeinsam mit der Bezirksforstinspektion und dem Forstgarten eine Aufforstungsaktion im Trojer Almtal – Kunden können Paten eines Baumes werden.

Im Jahr 2011 wurden Teile des Defregger Zirbenwaldbestandes im Trojer Almtal durch einen Waldbrand massiv geschädigt. Nun startet die Tischlergemeinschaft Coop/Holz gemeinsam mit der Bezirksforstinspektion Osttirol und dem Team des Forstgartens ein Aufforstungsprojekt in der Nähe der betroffenen Waldstücke. „Wir vier Tischler von Coop/Holz stellen für das laufende Jahr 200 Setzlinge zur Verfügung. Kunden, die bei uns ein Produkt aus Zirbe erwerben, können Pate eines Zirbenbaumes im Defereggental werden”, erklärt der Matreier Tischlermeister Martin Wibmer die Aktion. Die Tischler wollen mit der Initiative zum nachhaltigen Wirtschaften beitragen. „Der Wert und die Beliebtheit des Zirbenholzes ist in den letzten Jahren ziemlich angestiegen. Wir beschäftigen uns seit 2003 intensiv mit der Zirbe und wollen durch das Fertigen und den Vertrieb von Zirbenprodukten auch dazu beitragen, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt”, betont Wibmer.

Dem St. Veiter Tischlermeister Johann Obkircher ist es wichtig, dass dem Kunden durch solche Aktionen der Wert der Zirbe näher gebracht wird. „Vielleicht kommen auch Paten in den Wald des Trojer Almtales und schauen sich das Aufforstungsgebiet an. Mittels Kataster bzw. GPS-Daten kann unser Kunde genau jenen Setzling bzw. Baum besichtigen, für den er Pate gestanden ist”, so Obkircher.

Die Aufforstungsaktion der Tischler, der Bezirksforstinspektion und des Forstgarten-Teams startet heuer im hinteren Defereggental mit 200 Zirben-Setzlingen, soll aber nur der Anfang für weitere Initiativen in Osttirols Wäldern sein.

Die Aufforstungsaktion der Tischler, der Bezirksforstinspektion und des Forstgarten-Teams startet heuer im hinteren Defereggental mit 200 Zirben-Setzlingen, soll aber nur der Anfang für weitere Initiativen in Osttirols Wäldern sein.

„Durch Aktionen wie jene von Coop/Holz können wir gut darstellen, wie wir im Wald arbeiten”, betont DI Hubert Sint, Leiter der Bezirksforstinspektion Osttirol, „wenn Holz geschlägert wird, muss auch wieder aufgeforstet werden”. Der Wald im Trojer Almtal gehört zu den 75 anerkannten Samenbeständen für Zirbe in Tirol. „In Osttirol gibt es zehn dieser Zirbenbestände, im hinteren Defereggental befindet sich einer der größten. Mit dieser Aufforstungsinitiative schließt sich für mich der Kreislauf vom Wachsen und Ernten über das Nutzen hin zum neuerlichen Säen”, lobt auch Ing. Christian Annewanter, Leiter der Tiroler Forstgartenverwaltung, die Aktion von Coop/Holz, der Forstinspektion und dem Landesforstgarten in Nikolsdorf.

„Die Zirbe ist der typische Baum der Hochlagen. Sie wächst von 1 800 Metern Seehöhe aufwärts und ist deswegen prädestiniert für eine Gebirgsregion wie Osttirol. Neben der Nutzung des Holzes hat der Zirbenwald auch eine wichtige Schutzfunktion”, erklärt Hubert Sint. Und Alois Gomig von der Tischlerei Pochendorfer bezeichnet die Zirbe sogar als „Lebensbaum”. „Durch Zirbenholz im Schlafzimmer wird der Erholungseffekt während des Schlafes deutlich verbessert, das ist durch eine Studie von Joanneum Research bestätigt. Und das wertvolle Holz der Zirbe wird durch unser Handwerk veredelt”, so Gomig abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

25. Juni 2014 um