Brückenschlag im Defereggental

Am Donnerstag, 31. Juli, wurde in der Osttiroler Gemeinde St.Veit im Defereggental die neu errichtete Bruggerbrücke für den Verkehr freigegeben.

„Die kleinste Gemeinde hat jetzt die breiteste Brücke“, schmunzelte St. Veits Bürgermeister Vitus Monitzer am Donnerstag, 31. Juli, bei der Neueröffnung der Bruggerbrücke an der L 25 Defereggentalstraße. Tatsächlich weist der Neubau eine Spannweite von 24 Metern auf. „Durch die Ein- und Ausfahrtsradien im Bereich der Bundesstraße haben wir die Brücke zusätzlich erweitert, jetzt ist sie zweispurig befahrbar“, erläuterte DI Harald Haider, der Leiter des Baubezirksamtes Lienz.

Bereits 2005 wurde aufgrund des desolaten Zustandes und der Einspurigkeit der alten Bruggerbrücke ein Neubau ins Auge gefasst. Ein nicht mehr ausreichender Korrosionsschutz, die massive Abnützung des Stahlträgers und eine damit einhergehende Querschnittsschwächung führten 2013 schließlich dazu, dass die Brücke für den Verkehr über 25 Tonnen gesperrt werden musste. „Die Feistritzer Straße wird in St. Veit und St. Jakob bei Lawinen- und Steinschlaggefahr immer wieder als Umleitungsstrecke genutzt, eine entsprechende Verkehrsanbindung an die Defereggentalstraße ist daher von großer Bedeutung. Dementsprechend ist die Entscheidung zur Mitfinanzierung der neuen Bruggerbrücke durch das Land Tirol rasch gefallen“, erklärte LA DI Hermann Kuenz. Die Baukosten von 600.000 Euro teilen sich je zur Hälfte die Gemeinde St. Veit und das Land Tirol (50% Beitrag der Landesstraßenverwaltung).

Der Startschuss für den Neubau der Bruggerbrücke war am 16. April 2014 erfolgt, in dreieinhalb Monaten Bauzeit wurden von der Swietelsky Bau GmbH und Subunternehmern in Summe 300 Kubikmeter Beton, 40 Tonnen Betonstahl und 50 Tonnen für die Stahlbetonunterkonstruktion verbaut. „Die sichere und problemlose Erreichbarkeit ist auch für unsere Tourismusbetriebe von großer Bedeutung. Ich danke den Anrainern und Gästen, die während der Bauphase Umwege und Einschränkungen in Kauf nehmen mussten. Unser Ziel war es, das Projekt dem neuesten Stand der Technik entsprechend zu realisieren. Denn wenn wir bauen, dann richtig!“, so Bgm. Monitzer abschließend.

Text: Jasmin Veider, Foto: Osttirol Heute

 

01. August 2014 um