BG Frieden: Spatenstich in der Lienzer Schweizergasse

Am Areal des „Scheitzhauses“ entstehen 43 Eigentumswohnungen. Die Symbiose eines denkmalgeschützten Altbaus mit einem modernen Neubau ist die Herausforderung.  

Vertreter der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft Frieden, der Stadt Lienz, der Planer und der bauausführenden Firmen schritten am Donnerstagvormittag, 16. April 2015, zum Spatenstich in der Schweizergasse. Am Areal des „Scheitzhauses“ errichtet die BG Frieden insgesamt 43 Eigentumswohnungen im Hochqualitätssegment. Das denkmalgeschützte Haus wird saniert, auf dem Areal entstehen eine Wohnanlage und ein Freigelände mit großzügiger Bepflanzung. Auch der Stadel bleibt erhalten und wird künftig einen Spielplatz beherbergen.

Die alte Bausubstanz des „Scheitzhauses" bleibt erhalten. Fünf Wohnungen und das Büro der BG Frieden werden hier eingebaut.

Die alte Bausubstanz des „Scheitzhauses“ bleibt erhalten. Fünf Wohnungen und das Büro der BG Frieden werden hier eingebaut.

Die denkmalgeschützten Teile der Anlage bleiben erhalten, werden saniert und verschönert. Im Altbau entstehen fünf Wohnungen, auch das Büro der BG Frieden wird dort untergebracht. 38 Wohnungen werden im Neubau errichtet. „Dass wir hier unter Einbeziehung von Objekten, die unter Denkmalschutz stehen, bauen, ist ein Teil der Qualität des Projektes. Der Planungsprozess zusammen mit Architekt DI Hans-Peter Machné und den Vertretern der Stadt war ein sehr spannender“, so Frieden-Vorstand Dr. Dietmar Härting bei der Spatenstichfeier. Die Qualität der Örtlichkeit, die Nähe zum Zentrum und die großzügige Freiraumgestaltung nannte er als besondere Merkmale der Anlage.

Die alten Mauern zwischen „Scheitzhaus" und Stadel stehen auch unter Denkmalschutz und werden in die Anlage integriert.

Die alten Mauern zwischen „Scheitzhaus“ und Stadel stehen auch unter Denkmalschutz und werden in die Anlage integriert.

Der Stadel ist praktisch die Trennung zwischen Altbestand und Neubau. Dieser Teil soll Ruhe- und Bewegungsraum sein.  Ein Spielplatz wird im Stadel, der nicht unter Denkmalschutz steht, untergebracht. „Das Areal soll auch nach Fertigstellung der Anlage großzügig bepflanzt sein. Wir achten darauf, dass möglichst viele der alten Bäume erhalten bleiben“, erklärte der Vorstand.

Von einer gelungenen Symbiose von Altem und Neuem sprach der Lienzer Vize-Bgm. Meinhard Pargger. „Der obere Teil der Schweizergasse repräsentiert sowohl das Wohnen im alten Lienz als auch die Erhaltung alter Bausubstanz. Der BG Frieden und dem Architekten ist es gelungen, in diesen sensiblen Bereich der Stadt eine Anlage zu intergrieren, die mit den alten, denkmalgeschützten Teilen den Bewohnern sicher eine besondere Lebensqualität bieten wird“, betonte Pargger. Den Altbestand saniert und renoviert die Firma Strabag, den Neubau realisiert die Firma Bodner. Das revitalisierte „Scheitzhaus“ soll im Frühjahr 2016 bezugsfertig sein, die Fertigstellung des Neubaus ist für die erste Jahreshälfte 2017 geplant.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

16. April 2015 um