Rinderseuche IBR/IPV erfolgreich bekämpft
Dass die Bekämpfung der Rinderseuche IBR/IPV erfolgreich war, teilt Agrarreferent LH-Stv. Josef Geisler mit – so könnten Almauftriebe wie geplant stattfinden.
IBR/IPV ist eine durch Herpesviren hervorgerufene Krankheit, die auch als „Buchstabenkrankheit“ bekannt ist. Sie befällt die oberen Atemwege der Rinder. Infizierte Tiere können Fieber haben, zeigen insbesondere Ausfluss aus Nase sowie Augen und neigen zu Aborten. Ende Jänner diesen Jahres wurde in einem Exportstall in Nordtirol die für Menschen völlig ungefährliche Rinderkrankheit entdeckt. Bundesweit wurde ein Bekämpfungsprogramm gestartet, um eine Ausbreitung zu verhindern. Österreichweit wurden in 26 Tierbeständen über 300 Virusträger gefunden, Tirol war mit 175 infizierten Rindern in 18 Betrieben hauptbetroffen.
Am Mittwoch, 22. April, teilte der Tiroler Agrarreferent LH-Stv. ÖR Josef Geisler mit, dass die Bekämpfung von IBR/IPV erfolgreich war. „Österreich behält den Status als amtlich anerkanntes IBR/IPV-freies Land und die damit verbundenen Handelsvorteile im Tierverkehr. Und auch die Almauftriebe können wie geplant stattfinden“, so Geisler. Landesveterinärdirektor Dr. Josef Kössler betont in diesem Zusammenhang, dass der ausgezeichnete Gesundheitszustand der heimischen Nutztierbestände keine Selbstverständlichkeit sei. „Wir müssen uns des Risikos bewusst sein, dass die Tiergesundheit jederzeit durch Erreger von außen bedroht ist“, so Kössler. Hauptgefahrenquellen für eingeschleppte Erreger sind der starke Tierverkehr und schlecht gereinigte Tiertransportfahrzeuge.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: vsarts/Fotolia
