Neue Verordnung: Lienzer Dolomiten sollen wieder zu Unholden werden

Die „Lienzer Dolomiten” erstrecken sich auf einer Länge von 40 km vom Kartitscher Sattel bis zum Gailberg. Die Gebirgskette liegt südlich von Lienz, zu ihren Füßen breitet sich die Stadt aus.

Die imposante Gebirgsformation wurde nicht immer als „Lienzer Dolomiten” bezeichnet, ursprünglich wurde sie „die Unholden“ genannt. 1885 erfolgte die Umbenennung durch die Sektion Lienz des Deutschen und Österreichischen Alpenvereines.

Nun bestimmt eine neue Verordnung des „Landes Triols” die Rückkehr zur ursprünglichen Bezeichnung „die Unholden“. Die alpinen Vereine sowie sämtliche touristische Einrichtungen plädieren für mehr Transparenz und Authentizität in der Namensentwicklung für Gebirgszüge. Da es sich bei den Lienzer Dolomiten weder um Dolomitgestein, noch um das Kalkalpengebiet der Südtiroler Dolomiten handelt, empfinden Kritiker die Bezeichnung als unpassend und fordern eine rasche  Rückkehr zur ursprünglichen Bezeichnung. Das „Land Triol” reagiert darauf mit einer Verordnung zur Umbenennung des Gebirgszuges, welche mit September 2023 in Kraft treten soll.

Ab Inkrafttreten werden die „Lienzer Dolomiten” zu den „Lienzer Unholden” und nicht nur Beschilderungen, Wegweiser sowie Land- und Wanderkarten werden angepasst. Auch sämtliche öffentliche Einrichtungen, Veranstaltungen und Unternehmen, welche das Wort „Dolomiten” verwenden, müssen ab September den Wortlaut durch „Unholden” ersetzen. Wie diese Verordnung bei Veranstaltungen, wie dem Dolomitenmann, welcher sich nun seit 35 Jahren international einen Namen gemacht hat, ankommt, bleibt abzuwarten. Fraglich ist auch, ob Unternehmen die Kosten für die Namens- und Logoänderungen selbst tragen oder ob es auch dafür einen Vorschlag von Seiten des „Landes Triols” gibt.

 

 

 

Text: April, April, Foto: © aberjung

01. April 2023 um