Hopfgarten: Wiener Studentin hilft am Biohof der Familie Blaßnig freiwillig mit

Im Rahmen von „Freiwillig am Bauernhof“ unterstützt Raphaela Hellmayr von 1. bis 15. August Familie Blaßnig bei den täglichen Arbeiten am Bergbauernhof.

„Ich möchte das Leben und Arbeiten auf einem Bergbauernhof näher kennenlernen und selbst erleben“, nennt die 23-jährige Studentin als Begründung für ihren freiwilligen Einsatz am Biohof der Familie Blaßnig auf 1.650 Metern Seehöhe in Hopfgarten im Defereggental. Die Gesellschaft soll durch das P.U.L.S.-Praktikum (Presse, Umwelt, Leben, Sommer) des Alpenvereins auf die Bedeutung der Arbeit von Bergbauern aufmerksam gemacht werden. „Nach den ersten Tagen hier am Bergbauernhof habe ich das Arbeiten und Leben in und mit der Natur mitten in der Osttiroler Bergwelt bereits sehr zu schätzen gelernt“, freut sich Hellmayr.

 

Die Studentin beim Fische füttern …

 

Aufstehen um 6.00 Uhr morgens und den ganzen Tag nutzen – die Arbeiten am Bauernhof sind sehr vielfältig. Das Versorgen der Tiere gehört genauso dazu, wie das Kochen, die Heuarbeit, das Ausschneiden von Wegen, das Herrichten von Zäunen und vieles mehr. Im Gegensatz zur globalen Entwicklung wird auf Bergbauernhöfen noch viel mit der Hand gearbeitet. Hinzu kommen weitere Erschwernisse – wie unwegsames und steiles Gelände oder schnell wechselnde Wetterlagen. Um die Bergbauern bei der Erhaltung der Kulturlandschaft zu unterstützen, vermittelt der Alpenverein freiwillige Helfer. Das Programm wird von Maschinenring Tirol bzw. vom Verein „Freiwillig am Bauernhof“ organisiert.

 

… und beim Säubern einer Böschung

 

Auf dem biologisch bewirtschafteten Bauernhof von Günther Blaßnig in Hopfgarten in Defereggen leben 22 Rinder, zwei Schweine und fünf Hühner. Bekannt ist der Landwirt vor allem auch für seine Saiblingszucht, die höchste Fischzucht Tirols. Die zum Hof gehörende Glanzalm liegt in der Außenzone des Nationalparks Hohe Tauern auf 1.974 Metern Seehöhe und wird von den Eltern bewirtschaftet. Die Rinder werden Anfang Juni aufgetrieben und sind bis Ende September auf der Alm. Die Milch der beiden Milchkühe wird zu Käse und Butter verarbeitet.

 

Text: Redaktion, Fotos: Manuela, Günther und Peter Blaßnig

08. August 2018 um