Matrei i.O.: Rot-Kreuz-Ortsstelle feierte Einweihung des Erweiterungsbaus
Rund eine Million Euro wurden in den Zubau zur Rot-Kreuz-Ortsstelle Matrei in der Virgener Straße investiert. Bei einem Fest wurde der Erweiterungsbau am Samstag, 4. Oktober, von Dekan Ferdinand Pittl eingeweiht.
Zur Einweihung des Erweiterungsbaus lud das Rote Kreuz die Bevölkerung ein, gemeinsam zu feiern. Ein Schaupfad bot spannende Einblicke in die Arbeit der Einsatzkräfte, während Kletterwand und Hüpfburg für strahlende Kinderaugen sorgten.
Zum Auftakt des Festakts stellte Ortsstellenleiter Michael Oberschneider zwei Fahrzeuge vor, die im Hintergrund zu sehen waren und symbolisch für den Wandel im Rettungswesen stehen: den historischen VW T2-Krankentransporter von 1979 und das aktuelle Topmodell, einen modernen Mercedes-Benz Sprinter.
v.l.n.r.: Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher bedankte sich bei Ortsstellenleiter Michael Oberschneider und seiner Stellvertreterin Lorena Bstieler sowie Bezirksstellen-Geschäftsführer Alexander Perry für ihren Einsatz – insbesondere auch während der Bauarbeiten in den letzten Monaten.
Im Jahre 1970 erfolgte in Matrei die Eröffnung der ersten Rotkreuz-Stelle in der Tauerntalstraße. „Die 50-Jahr-Feier musste 2020 wegen der Pandemie entfallen – und so feiern wir heute auch das 55-jährige Bestehen. 1971 war die Ortsstelle rund um die Uhr besetzt, 1978 wurde sie erweitert. Während 1971 insgesamt 374 Patiententransporte durchgeführt wurden, waren es 1979 bereits 807. Im Jahr 1990 erfolgte die Übersiedlung in das neue Rettungsgebäude in der Virgener Straße“, gab der Ortsstellenleiter einen Überblick über die ersten 20 Jahre.
Der Matreier Bürgermeister Raimund Steiner bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz während der Baumaßnahmen und insbesondere auch bei der Feuerwehr als Nachbar für ihr Verständnis.
„1999 wurde die bislang selbstständige Ortsstelle Matrei Teil der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Lienz. Seit drei Jahren fungiert der Matreier Alexander Perry als Geschäftsführer – und wir sind sehr froh, dass wir ihn damals für diese Führungsaufgabe ausgewählt haben“, betonte Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher.
An den Feierlichkeiten nahmen unter anderem auch Bundesrat Bgm. Markus Stotter und Günther Ennemoser, Präsident des Roten Kreuzes Tirol, teil.
Im Jahr 2005 wurde das Rettungszentrum in der Virgener Straße erstmals baulich erweitert, wobei die freigewordenen Räumlichkeiten des Sozial- und Gesundheitssprengels erworben und für das Rote Kreuz adaptiert wurden. „2007 wurde der vordere Teil des Gebäudes erworben und laufend modernisiert. Rund 1,3 Mio. Euro wurden bis dahin in den Stützpunkt investiert. Ohne die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung durch Spenden wären diese Investitionen in unsere Infrastruktur in Matrei nicht möglich gewesen“, so Kleinlercher.
Der Matreier Dekan Ferdinand Pittl nahm die Segnung des Rot-Kreuz-Gebäudes und des neuen Einsatzfahrzeuges vor.
Das nunmehrige Erweiterungsprojekt wurde nach Plänen von Architekt Martin Valtiner umgesetzt. „Mit dem Zubau verfügen wir nun über ausreichend Platzangebot, und auch der Komfort wurde verbessert. Die Waschbox war in die Jahre gekommen, und es gab kaum Platz, um die Einsatzfahrzeuge ordnungsgemäß zu reinigen. Auch der Mercedes Sprinter ist deutlich größer als bisherige Modelle und hätte weder im Carport noch in der Waschbox Platz gefunden. Mit dem Erweiterungsbau ist unsere Ortsstelle für die Zukunft und die kommenden Herausforderungen bestens gerüstet“, so Ortsstellenleiter Michael Oberschneider.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger


