Matrei/Prägraten: Zwei Schweizer stürzten am Großvenediger in Gletscherspalte
Eine 23-jährige Schweizerin stürzte in eine Gletscherspalte und riss ihren 60-jährigen Vater mit. Zwei Bergführer konnten sie befreien. Beide wurden verletzt.
Ein slowenischer Bergführer stieg am Dienstag, 3. August, mit einem 60-jährigen Schweizer Gast und dessen 23-jähriger Tochter von der Kürsingerhütte auf den Großvenediger auf. Um 9.00 Uhr erreichten sie den Gipfel und stiegen gegen 9.45 Uhr wieder ab.
Knapp unterhalb des Gipfels (3.540 m ) suchte der Bergführer einen Weg über die Gletscherspalten. Die 23-Jährige ging am kurzen Seil hinter ihm, ihr Vater ging hinter ihr. Plötzlich brach die Frau hinter dem Bergführer auf einer Schneebrücke ein und stürzte ca. 10 Meter tief in die Spalte. Dabei riss sie ihren Vater mit, und beide landeten auf einer Schneebrücke.
Der Bergführer baute einen Sicherungstand auf. Gemeinsam mit einem vorbeikommenden Bergführer konnten die beiden aus der Spalte befreit werden. Der Mann verletzte sich am Fuß, die Tochter im Bereich der Schulter. Die Verunfallten wurden von den inzwischen eingetroffenen Einsatzkräften der Bergrettung Matrei in Osttirol und Prägraten am Großvenediger, die aufgrund der Wetterverhältnisse zu Fuß aufsteigen mussten, zum Defreggerhaus gebracht. Von dort konnten sie vom Notarzthubschrauber Christophorus 7 geborgen und in das Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht werden.
Im Einsatz standen 23 Bergretter, zwei Alpinpolizisten sowie zwei Rettungs- und der Polizeihubschrauber.
Text: Redaktion, Symbolfoto: Die Fotografen