Zwei Bergsteiger nach Nacht am Glockner gerettet
Ein gutes Ende hat am 5.6. eine Rettungsaktion am Glockner gefunden: Zwei Tschechen waren in Bergnot geraten und wurden nach einer Nacht im Notbiwak ins Tal gebracht.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Spittal a.d.D. konnten die beiden Alpinisten heute früh, kurz nach 7.00 Uhr, mit einem Polizeihubschrauber aus mehr als 3.600 Meter Seehöhe mittels Seil geborgen werden. Die beiden Männer waren wohlauf und nur leicht unterkühlt. Sie wurden von den Bergrettern nach Heiligenblut gebracht. Die Rettungsaktion hatte bereits am gestrigen Samstag begonnen, nachdem die beiden Bergsteiger, die das Wetter wohl unterschätzt haben dürften, aufgrund des vielen Neuschnees nicht mehr weiterkamen und einen Notruf abgesetzt hatten. Alpinpolizei und Bergrettung brachen mit dem Polizeihubschrauber zu den beiden Männern, die sich im Bereich der Nordwand der Mayerlrampe am Großglockner befanden, auf. Der Einsatz musste jedoch wegen schlechter Sicht und hoher Lawinengefahr abgebrochen werden. Am Großglockner herrschte starker Nebel und Schneefall.
Zum Glück waren die als erfahren geltenden Bergsteiger aus Tschechien gut ausgerüstet und konnten ein Notbiwak errichten. Sie gruben sich in ein Schneeloch ein und verbrachten hier die Nacht. Bei dem Rettungseinsatz standen am Wochenende insgesamt zehn Männer der Bergrettung Heiligenblut und fünf Alpinpolizisten im Einsatz.
Text: Redaktion, Foto: Alpinpolizei Kärnten