Wolf gemäß Abschussverordnung im Tiroler Gailtal erlegt

Die Abschussverordnung wurde aufgrund eines Risses in Obertilliach erlassen. Bereits drei Wölfe wurden heuer in Osttirol gemäß Abschussverordnungen erlegt.

Nach einem Rissereignis auf einer wolfsabweisend geschützten Heimweide in Obertilliach hat die Tiroler Landesregierung am Dienstag, 10. Oktober, eine Abschussverordnung für einen Wolf im Gailtal erlassen. Diese wurde von der Jägerschaft umgehend erfüllt.

Auslösendes Ereignis für die Abschussverordnung eines Schadwolfs im Gailtal waren vier tote Mutterschafe und zwei Widder sowie vier verletzte Lämmer. Diese wurden auf einer mit einem wolfsabweisenden Zaun sachgerecht geschützten Heimweide in Obertilliach aufgefunden. Es bestand konkreter Wolfsverdacht. Im Zuge der amtstierärztlichen Begutachtung wurden zudem Proben zur DNA-Analyse genommen. Die Ergebnisse stehen noch aus. Der Kadaver des erlegten Wolfs wird nunmehr zur Untersuchung an die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) nach Innsbruck gebracht.

Laut vorläufigen Zahlen sind im heurigen Jahr in Osttirol bislang knapp über 100 tote Schafe und eine tote Ziege nachweislich Wölfen zuzuordnen. Neun tote Schafe, die einem Goldschakal zugeordnet werden konnten, sind der Behörde bislang gemeldet worden. In Summe sind rund 200 Tiere in Zusammenhang mit der Präsenz von Großraubtieren abgängig. Eine endgültige Schadensbilanz liegt gegen Ende des Jahres vor.

Mindestens elf verschiedene Wolfsindividuen wurden im heurigen Jahr in Osttirol nachgewiesen, tirolweit sind es nach derzeitigem Kenntnisstand 24.

 

Text: Redaktion, Foto: AdobeStock/Dennis

11. Oktober 2023 um