Weiterhin erhebliche bis große Lawinengefahr
Rund 100 Lawinenereignisse und 70 Einsätze mit 520 Einsatzkräften gab es in Tirol in den vergangenen drei Tagen. Zusätzlicher Neuschnee lässt die Lawinengefahr am Montag teils wieder steigen.
Für WintersportlerInnen herrscht aufgrund der Neuschneemengen der vergangenen Woche seit Tagen eine kritische Lawinensituation abseits der gesicherten Pisten. „Für Touren und Variantenabfahrten im freien Skiraum braucht es viel Erfahrung und allen voran Information. Die Lawinengefahr bleibt mit Stufe 3 in allen Teilen Tirols erheblich“, warnt Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol, erneut und erklärt die Situation aktuell wie folgt: „Die Gefahrenstellen liegen vor allem an windgeschützten West-, Nord- und Osthängen sowie in Kammlagen, auch in schattigen, windgeschützten Lagen im Bereich der Waldgrenze sowie unterhalb der Waldgrenze. Ausgeprägte Schwachschichten im Altschnee sind nur schwer erkennbar und es sind auch Fernauslösungen möglich. Zudem sind Gleitschneelawinen sowie bei hoher Sonneneinstrahlung auch feuchte und nasse Lawinen möglich.“

Neuschnee und Wind lassen Lawinengefahr steigen
Mit dem Wochenstart ist keine Entspannung der Lawinensituation in Sicht. Teils kann es aufgrund von Schneefällen zu einer Verschärfung der Lawinengefahr – voraussichtlich in manchen Regionen zu großer Lawinengefahr mit Gefahrenstufe 4 – kommen. „Die Schneedecke bleibt am Alpenhauptkamm und nördlich davon störanfällig. Durch den Schneefall begleitet mit starken Windböen steigt die Lawinengefahr am Montag wieder an“, gibt Rudi Mair eine Vorschau auf die kommende Woche.
Lawinenwarndienst ist aufgestellt
Für eine sorgfältige Planung stellt der Lawinenwarndienst topaktuelle Informationen auf zahlreichen Plattformen zur Verfügung: unter www.lawinen.report, auf Facebook unter www.facebook.com/lawinenwarndienst oder mit der App „Lawine Tirol“ – https://apps.apple.com/at/app/lawine-tirol/id776081927
Text: Redaktion, Fotos: Tobias Holzknecht, www.facebook.com/lawinenwarndienst