Walter Mair Rundwanderweg: Osttiroler SchülerInnen übernahmen Patenschaft
Unter dem Motto „Freiwilliges Engagement in der Natur“ folgten fünf Schulen der Einladung des FWZ und des TVB Osttirol, eine „Patenschaft“ für eine Teilstrecke des Weges zu übernehmen.
Die Idee hinter dem Projekt ist es, SchülerInnen zwischen 6 und 15 Jahren die Möglichkeit zu geben, in der Natur unterwegs zu sein, Erfahrungen zu sammeln, die Jahreszeiten bewusst zu erleben und sich verantwortlich zu fühlen. Dafür musste ein Weg gefunden werden, der für alle zugänglich ist und vom Schwierigkeitsgrad her niemanden überfordert. „Der Walter Mair Rundwanderweg mit seinen insgesamt 44 km, der sich über den gesamten Lienzer Talboden erstreckt, war aus meiner Sicht der ideale Schauplatz für ein derartiges Projekt,“ so Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol.
Die 2b der VS Michael Gamper vor dem Start der Begehung „ihres“ Teilabschnittes am Hochstein mit Walter Mair und Klassenvorständin Sabine Mayr
Walter Mair ist nicht nur Namensgeber des Weges, sondern auch Autor der Broschüre „Rundwanderweg Lienzer Talboden“. Er war sofort bereit, die SchülerInnen bei der Erkundung „ihres“ Teilabschnittes zu begleiten. So machten sich im Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober die SchülerInnen mit ihren Lehrpersonen aus der VS Lienz Nord, der MS Lienz Nord, der VS Michael Gamper, der MS Egger-Lienz und der VS Lavant gemeinsam mit Walter Mair und Simone Ortner-Trebo zur ersten Begehung „ihres“ Teilabschnittes auf den Weg.
Von Gaimberg bis Oberdrum, vom Katzensteig bis zum „Freilandklassenzimmer“, vom Goggkreuz bis zum Ulrichsbichl und von Lavant bis zum Lavanter Dorfblick führten die Begehungen. Den 142 SchülerInnen wurden die Entstehungsgeschichte des Weges, der geschichtliche Hintergrund der Gegend und die Vegetation durch Walter Mair näher gebracht.
Die 3. und 4. Klasse der VS Lavant beim Aufstieg zum Lavanter Dorfblick
„Für mich als Klassenvorständin war sofort klar, dass wir uns als Klasse beteiligen. Erstens weil es eine schöne Idee ist und zweitens weil wir dieses Jahr das erste Mal den Schwerpunkt Projektarbeit haben und so beides kombinieren können,“ erzählt Daniela Sailer, Klassenvorständin der 1i der MS Egger-Lienz.
Während der Begehungen wurden Laub- und Nadelbäume benannt, Geschichte greifbar gemacht, Berggipfel bestaunt, Stöcke und Äste vom Weg entfernt und etwaiger Müll aufgehoben und ordnungsgemäß entsorgt. Die Stadtgemeinde Lienz hat für dieses Projekt Müllzangen, Einweghandschuhe und Müllbeutel zur Verfügung gestellt.
Die MS Egger-Lienz mit reicher Müllbeute nach der Begehung
Alle beteiligten Klassen waren sich einig, dass sie regelmäßig einen Abstecher auf „ihrem“ Teilabschnitt im Unterricht einbinden wollen, um nach dem Rechten zu sehen, aber auch wahrzunehmen, wie sich die Natur innerhalb des Schuljahres verändert. Der Tourismusverband Osttirol hat allen SchülerInnen eine Broschüre des Rundwanderweges geschenkt. So kann auch dem Interesse außerhalb des „eigenen“ Abschnittes nachgegangen und der Weg weiter erkundet werden. „Ich war fasziniert, mit welchem Interesse und welcher Energie die SchülerInnen bei der Sache waren,“ berichtet Walter Mair begeistert.
Text: Redaktion, Fotos: Regionsmanagement Osttirol/FWZ